Facebook, AMK Rechtsportal Instagram, AMK Rechtsportal

Vaterschaft anfechten – neutrale & sachliche Übersicht

Einführung

Die Anfechtung einer Vaterschaft ist ein gerichtliches Verfahren, mit dem geprüft wird, ob der eingetragene Vater auch der biologische Vater eines Kindes ist. Die Vaterschaft kann innerhalb 2 Jahre angefochten werden. § 1600b Abs.1 S.1 BGB Die 2- Jahresfrist beginnt am dem Tag, an dem der Vater berechtigte Zweifel an seiner Vaterschaft vorbringen kann. Diese Seite bietet einen allgemeinen Überblick – ohne individuelle Rechtsberatung.

Hintergrund und Gründe

Eine Vaterschaftsanfechtung kommt häufig dann in Betracht, wenn Zweifel an der Abstammung bestehen oder bestimmte familienbezogene Fragen geklärt werden sollen. Typische Gründe können sein: Zweifel an der biologischen Abstammung Klärung der familiären Situation Zusammenhang mit Unterhalt oder Sorgeregelungen
Vaterschaftstest, Kosten
Ablauf einer Vaterschaftsanfechtung (allgemeine Übersicht) 1. Beginn der Frist Die Frist beginnt meist, sobald konkrete Zweifel entstehen. Sie unterscheidet sich je nach Rolle der beteiligten Person. 2. Zuständiges Gericht In der Regel entscheidet das Familiengericht über das Verfahren und bestimmt die notwendigen Schritte. 3. Abstammungsgutachten Häufig wird ein offiziell verwertbares Gutachten eingeholt. Dieses dient als Grundlage für die gerichtliche Entscheidung.

Wer kann anfechten? (Überblick)

Anfechtungsberechtigt können sein: Der rechtliche Vater Die Mutter Das Kind (über gesetzliche Vertreter) Unter bestimmten Umständen das Jugendamt

Typische Unterlagen

Welche Dokumente benötigt werden, hängt vom Einzelfall ab. Beispiele: Geburtsurkunde Dokumente zur Vaterschaftsanerkennung Schriftverkehr mit Behörden Gerichtliche Unterlagen
Ordner, Formulare

Hinweis

Diese Informationen sind allgemein gehalten und ersetzen keine Rechtsberatung. Individuelle rechtliche Einschätzungen können nur durch eine qualifizierte Beratung erfolgen.

FAQ

Ist ein privater Gentest ausreichend? Private Tests werden oft nicht als Beweis anerkannt. Gerichte verlangen üblicherweise ein offiziell verwertbares Gutachten. Wie lange dauert eine Vaterschaftsanfechtung? Die Dauer hängt stark vom Verfahren ab. Viele Fälle dauern mehrere Monate. Wer trägt die Kosten? Die Kostenverteilung richtet sich nach der jeweiligen Situation und kann unterschiedlich ausfallen.

Typische Kosten für

Vaterschaftstests

Test- bzw. Umfangsart Einfacher DNA-Test (zwei Personen: Vater & Kind, privat) Standard privater Test (Vater + Kind, mit Probenversand & Labor) Test mit 3 Personen (Vater, Mutter, Kind) / erweitertem Umfang Gerichtsfestes bzw. formales Gutachten (mit Begleitung, Zeugen, offizielle Dokumentation) Premium- oder aufwändige Tests (z. B. viele DNA-Marker, zusätzliche Personen, schnelle Auswertung etc.)
Preis (ca.) etwa 150 – 200 € ab ~159 € oft 250 – 300 € meist 300 – 400 € oder mehr bis ~400 – 500 € oder mehr je nach Anbieter

Was beeinflusst den Preis?

Anzahl der Personen (nur Vater + Kind oder zusätzlich Mutter, Geschwister o.ä.) Ob der Test „privat“ (nur für Klarheit) oder „gerichtlich anerkannt“ sein soll — letzterer erfordert oft identifizierte Probenentnahme und Dokumentation. Umfang der DNA-Analyse (Anzahl der untersuchten DNA-Marker etc.). Optionale Services: Schnellauswertung, zusätzliche Gutachten, weitere Teilnehmer, ggf. Versandkosten oder Zeugennahme.

Kosten für die Anfechtung der Vaterschaft

Nach § 47 Abs. 1 über Gerichtskosten in Familiensachen wird für ein solches Verfahren ein Verfahrenswert von 3.000 Euro angesetzt. Hinzu kommen Gerichtskosten und Anwaltskosten.

weitere Gründe für die Anfechtung der Vaterschaft

In vielen Fällen wird die Vaterschaft immer erst angefochten, wenn sich die Eltern trennen. Und das obwohl eigentlich keine Zweifel bestehen. Und meistens sind es die verlassenen Väter, die die Mutter des Kindes noch einmal demütigen wollen, weil sie die Trennung nicht verkraften können. Die neue Partnerin besteht darauf. Der Vater will keinen Unterhalt zahlen und hofft dann sogar , dass er nicht der Vater ist. Der Mann erfährt, dass seine Frau mit einem Dritten sexuellen Kontakt hatte. Die Kindesmutter selbst Zweifel an der Vaterschaft des angegebenen Mannes hat.

anerkannte Gründe für die Anfechtung der

Vaterschaft

die Unmöglichkeit eine Vaterschaft Unfruchtbarkeit DNA- Test (Vaterschaftstest) nachweisliche Abwesenheit des Vaters zum Zeugungszeitpunkt andere begründete Zweifel
DNA-Tests (Vaterschaftstest) dürfen nur mit Einwilligung des Kindes oder seines gesetzlichen Vertreters durchgeführt werden. Heimlich gewonnene Proben sind nicht zulässig und sogar strafbar. Labore, die Vaterschaftstests durchführen, brauchen auch die Einwilligung von Mutter oder Kind. Das Kind oder sein gesetzlicher Vertreter müssen also die Einwilligung zum Vaterschaftstest gegeben haben.

Wer gilt als rechtlicher Vater

Für ein in der Ehe geborenes Kind gilt der Ehepartner immer als rechtlicher Vater. Vater eines Kindes ist nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist oder der die Vaterschaft anerkannt hat. Der Vater verliert durch die Anfechtung der Vaterschaft erst einmal nicht das Umgangsrecht mit dem Kind!

Kann ein Scheinvater Unterhalt zurückfordern

Ein Scheinvater kann Unterhaltszahlungen, die er seinem vermeintlichen Kind zahlt erst einstellen oder auch zurückfordern , wenn die Vaterschaft des wirklichen Erzeugers feststeht. Die Kosten für ein Verfahren bekommt er nicht erstattet.

Mutter gibt falschen Vater an

Verschweigt die Ehefrau ihrem Ehemann, dass das gemeinsame Kind nicht von ihm ist, kann das dazu führen, dass Anspruch auf nachehelichen Unterhalt verwirkt sein kann (§ 1579 Nr. 7 BGB). Dem Scheinvater, der seine Vaterschaft erfolgreich angefochten hat, steht kein Anspruch auf Ersatz der Kosten des Vaterschaftsanfechtungsverfahrens zu.

Kann man zum Vaterschaftstest gezwungen werden?

Ein mutmaßlich leiblicher Vater kann nicht gezwungen werden, sich einem Vaterschaftstest zu unterziehen. Jedenfalls nicht von der Mutter des Kindes oder von einem anderen möglichen Vater. Es ist die freie Entscheidung des Betroffenen, ob er einer DNA-Analyse zustimmt. Eine gesetzliche Verpflichtung gibt es erst einmal nicht. Aber bei Gericht können Beteiligte einen Antrag auf ein Abstammungsgutachten stellen. Beteiligte können sein, die Mutter selbst, das Kind, mögliche Väter und die Behörde. Das Familiengericht kann dann einen Vaterschaftstest anordnen und die Durchführung auch polizeilich durchsetzen.
Letzte Aktualisierung: Dezember 2025
Hintergrund oben braun
AMK Rechtsportal
RECHT - GESETZE - SOZIALES
AMK Logo Anwälte Recht und Gesetz
statt 24,60 € nur 12,30 €
im Sonderangebot bis:
Facebook, AMK Rechtsportal Instagram, AMK Rechtsportal Hintergrund oben braun AMK Logo Gespäch mit Rechtsanwalt
RECHT - GESETZE - SOZIALES
AMK Rechtsportal

Vaterschaft anfechten –

neutrale & sachliche Übersicht

Einführung

Die Anfechtung einer Vaterschaft ist ein gerichtliches Verfahren, mit dem geprüft wird, ob der eingetragene Vater auch der biologische Vater eines Kindes ist. Die Vaterschaft kann innerhalb 2 Jahre angefochten werden. § 1600b Abs.1 S.1 BGB Die 2- Jahresfrist beginnt am dem Tag, an dem der Vater berechtigte Zweifel an seiner Vaterschaft vorbringen kann. Diese Seite bietet einen allgemeinen Überblick – ohne individuelle Rechtsberatung.
Vaterschaftstest, Kosten

Hintergrund und Gründe

Eine Vaterschaftsanfechtung kommt häufig dann in Betracht, wenn Zweifel an der Abstammung bestehen oder bestimmte familienbezogene Fragen geklärt werden sollen. Typische Gründe können sein: Zweifel an der biologischen Abstammung Klärung der familiären Situation Zusammenhang mit Unterhalt oder Sorgeregelungen

Wer kann anfechten? (Überblick)

Anfechtungsberechtigt können sein: Der rechtliche Vater Die Mutter Das Kind (über gesetzliche Vertreter) Unter bestimmten Umständen das Jugendamt

Typische Unterlagen

Welche Dokumente benötigt werden, hängt vom Einzelfall ab. Beispiele: Geburtsurkunde Dokumente zur Vaterschaftsanerkennung Schriftverkehr mit Behörden Gerichtliche Unterlagen
Ordner, Formulare
Ablauf einer Vaterschaftsanfechtung (allgemeine Übersicht) 1. Beginn der Frist Die Frist beginnt meist, sobald konkrete Zweifel entstehen. Sie unterscheidet sich je nach Rolle der beteiligten Person. 2. Zuständiges Gericht In der Regel entscheidet das Familiengericht über das Verfahren und bestimmt die notwendigen Schritte. 3. Abstammungsgutachten Häufig wird ein offiziell verwertbares Gutachten eingeholt. Dieses dient als Grundlage für die gerichtliche Entscheidung.

Hinweis

Diese Informationen sind allgemein gehalten und ersetzen keine Rechtsberatung. Individuelle rechtliche Einschätzungen können nur durch eine qualifizierte Beratung erfolgen.

FAQ

Ist ein privater Gentest ausreichend? Private Tests werden oft nicht als Beweis anerkannt. Gerichte verlangen üblicherweise ein offiziell verwertbares Gutachten. Wie lange dauert eine Vaterschaftsanfechtung? Die Dauer hängt stark vom Verfahren ab. Viele Fälle dauern mehrere Monate. Wer trägt die Kosten? Die Kostenverteilung richtet sich nach der jeweiligen Situation und kann unterschiedlich ausfallen.

Was beeinflusst den Preis?

Anzahl der Personen (nur Vater + Kind oder zusätzlich Mutter, Geschwister o.ä.) Ob der Test „privat“ (nur für Klarheit) oder „gerichtlich anerkannt“ sein soll — letzterer erfordert oft identifizierte Probenentnahme und Dokumentation. Umfang der DNA-Analyse (Anzahl der untersuchten DNA-Marker etc.). Optionale Services: Schnellauswertung, zusätzliche Gutachten, weitere Teilnehmer, ggf. Versandkosten oder Zeugennahme.

Typische Kosten für

Vaterschaftstests

Test- bzw. Umfangsart Einfacher DNA-Test (zwei Personen: Vater & Kind, privat) Standard privater Test (Vater + Kind, mit Probenversand & Labor) Test mit 3 Personen (Vater, Mutter, Kind) / erweitertem Umfang Gerichtsfestes bzw. formales Gutachten (mit Begleitung, Zeugen, offizielle Dokumentation) Premium- oder aufwändige Tests (z. B. viele DNA- Marker, zusätzliche Personen, schnelle Auswertung etc.)
Preis (ca.) etwa 150 – 200 € ab ~159 € oft 250 – 300 € meist 300 – 400 € oder mehr bis ~400 – 500 € oder mehr je nach Anbieter

Kosten für die Anfechtung der

Vaterschaft

Nach § 47 Abs. 1 über Gerichtskosten in Familiensachen wird für ein solches Verfahren ein Verfahrenswert von 3.000 Euro angesetzt. Hinzu kommen Gerichtskosten und Anwaltskosten.

anerkannte Gründe für die Anfechtung

der Vaterschaft

die Unmöglichkeit eine Vaterschaft Unfruchtbarkeit DNA- Test (Vaterschaftstest) nachweisliche Abwesenheit des Vaters zum Zeugungszeitpunkt andere begründete Zweifel

Kann ein Scheinvater Unterhalt

zurückfordern

Ein Scheinvater kann Unterhaltszahlungen, die er seinem vermeintlichen Kind zahlt erst einstellen oder auch zurückfordern , wenn die Vaterschaft des wirklichen Erzeugers feststeht. Die Kosten für ein Verfahren bekommt er nicht erstattet.

Mutter gibt falschen Vater an

Verschweigt die Ehefrau ihrem Ehemann, dass das gemeinsame Kind nicht von ihm ist, kann das dazu führen, dass Anspruch auf nachehelichen Unterhalt verwirkt sein kann (§ 1579 Nr. 7 BGB). Dem Scheinvater, der seine Vaterschaft erfolgreich angefochten hat, steht kein Anspruch auf Ersatz der Kosten des Vaterschaftsanfechtungsverfahrens zu.

Wer gilt als rechtlicher Vater

Für ein in der Ehe geborenes Kind gilt der Ehepartner immer als rechtlicher Vater. Vater eines Kindes ist nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet ist oder der die Vaterschaft anerkannt hat. Der Vater verliert durch die Anfechtung der Vaterschaft erst einmal nicht das Umgangsrecht mit dem Kind!

Kann man zum Vaterschaftstest

gezwungen werden?

Ein mutmaßlich leiblicher Vater kann nicht gezwungen werden, sich einem Vaterschaftstest zu unterziehen. Jedenfalls nicht von der Mutter des Kindes oder von einem anderen möglichen Vater. Es ist die freie Entscheidung des Betroffenen, ob er einer DNA-Analyse zustimmt. Eine gesetzliche Verpflichtung gibt es erst einmal nicht. Aber bei Gericht können Beteiligte einen Antrag auf ein Abstammungsgutachten stellen. Beteiligte können sein, die Mutter selbst, das Kind, mögliche Väter und die Behörde. Das Familiengericht kann dann einen Vaterschaftstest anordnen und die Durchführung auch polizeilich durchsetzen.
DNA-Tests (Vaterschaftstest) dürfen nur mit Einwilligung des Kindes oder seines gesetzlichen Vertreters durchgeführt werden. Heimlich gewonnene Proben sind nicht zulässig und sogar strafbar. Labore, die Vaterschaftstests durchführen, brauchen auch die Einwilligung von Mutter oder Kind. Das Kind oder sein gesetzlicher Vertreter müssen also die Einwilligung zum Vaterschaftstest gegeben haben.
statt 24,60 € nur 12,30 €
im Sonderangebot bis: