Versorgungsausgleich berechnen –

verständliche Erklärung, Beispiel und

Rechner

Der Versorgungsausgleich spielt bei einer Scheidung eine wichtige Rolle. Er sorgt dafür, dass beide Ehepartner gleichmäßig an den während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften beteiligt werden. Viele Menschen möchten wissen, wie der Versorgungsausgleich berechnet wird, welche Ansprüche berücksichtigt werden und wie hoch der Ausgleich tatsächlich ist. Auf dieser Seite erfahren Sie verständlich erklärt: was der Versorgungsausgleich ist wie die Berechnung funktioniert ein konkretes Beispiel welche Renten berücksichtigt werden häufige Fragen zum Versorgungsausgleich

Was ist der Versorgungsausgleich?

Der Versorgungsausgleich ist ein gesetzliches Verfahren im deutschen Familienrecht. Ziel ist es, die während der Ehe erworbenen Altersversorgungsansprüche zwischen beiden Ehepartnern fair aufzuteilen. Während der Ehe erwerben beide Partner unterschiedliche Rentenanwartschaften, beispielsweise durch Arbeit, Kindererziehung oder betriebliche Altersvorsorge. Der Versorgungsausgleich stellt sicher, dass beide Ehepartner am Ende der Ehezeit gleiche Versorgungsrechte aus der Ehezeit erhalten. Das Verfahren wird automatisch im Rahmen eines Scheidungsverfahrens vom Familiengericht durchgeführt.
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Wann wird der Versorgungsausgleich durchgeführt?

Der Versorgungsausgleich findet grundsätzlich bei jeder Scheidung statt. Das Familiengericht prüft automatisch, ob Rentenanwartschaften ausgeglichen werden müssen. Der maßgebliche Zeitraum ist die sogenannte Ehezeit. Diese beginnt: mit dem ersten Tag des Monats der Eheschließung und endet: mit dem letzten Tag des Monats vor Zustellung des Scheidungsantrags. Alle Rentenansprüche, die innerhalb dieser Zeit entstehen, werden in die Berechnung einbezogen.

Welche Renten und Versorgungen werden

berücksichtigt?

Beim Versorgungsausgleich werden verschiedene Formen der Altersvorsorge berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem: Gesetzliche Rentenversicherung Die gesetzliche Rentenversicherung ist die häufigste Form der Altersvorsorge. Arbeitnehmer erwerben hier sogenannte Rentenpunkte, die später die Höhe der Rente bestimmen. Betriebliche Altersversorgung Viele Arbeitnehmer erhalten zusätzlich eine betriebliche Altersvorsorge vom Arbeitgeber. Auch diese Ansprüche werden in der Regel berücksichtigt. Private Rentenversicherung Private Altersvorsorge kann ebenfalls in den Versorgungsausgleich einbezogen werden, wenn sie der Altersversorgung dient. Beamtenversorgung Bei Beamten werden auch Ansprüche aus der Beamtenversorgung berücksichtigt. Berufsständische Versorgungswerke Freiberufler wie Ärzte, Anwälte oder Architekten sind häufig Mitglieder eines Versorgungswerks. Auch diese Anwartschaften können Teil des Versorgungsausgleichs sein.

Wie funktioniert die Berechnung des

Versorgungsausgleichs?

Die Berechnung erfolgt in mehreren Schritten.

Schritt 1: Ermittlung der Rentenanwartschaften

Zunächst werden alle während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften beider Ehepartner ermittelt. Hierzu fordert das Gericht Auskünfte bei den jeweiligen Versorgungsträgern an.

Schritt 2: Vergleich der Ansprüche

Anschließend werden die Rentenanwartschaften beider Partner miteinander verglichen.

Schritt 3: Berechnung der Differenz

Die Differenz zwischen den Ansprüchen wird berechnet.

Schritt 4: Halbierung der Differenz

Die Hälfte dieser Differenz wird auf den anderen Ehepartner übertragen. Dieses Verfahren sorgt dafür, dass beide Ehepartner gleich hohe Versorgungsansprüche aus der Ehezeit erhalten.
Onlinrechner Versorgungsausgleich

Beispiel für die Berechnung

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht das Prinzip. Während der Ehe hat Partner A Rentenanwartschaften in Höhe von 2.400 Euro monatlicher Altersversorgung aufgebaut. Partner B hat nur 1.200 Euro aufgebaut. Die Differenz beträgt: 1200 Euro Davon wird die Hälfte übertragen: 600 Euro Ergebnis nach Versorgungsausgleich: Partner A: 1800 Euro Partner B: 1800 Euro Beide Ehepartner verfügen damit über gleich hohe Ansprüche aus der Ehezeit.

Versorgungsausgleich bei der gesetzlichen

Rentenversicherung

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt die Berechnung über sogenannte Rentenpunkte. Ein Rentenpunkt entspricht einem bestimmten Einkommen im jeweiligen Jahr. Je mehr Rentenpunkte eine Person sammelt, desto höher ist die spätere Rente. Beispiel: Partner A: 40 Rentenpunkte Partner B: 20 Rentenpunkte Differenz: 20 Rentenpunkte Hälfte der Differenz: 10 Rentenpunkte Nach dem Versorgungsausgleich: Partner A: 30 Rentenpunkte Partner B: 30 Rentenpunkte

Wann findet kein Versorgungsausgleich statt?

Es gibt mehrere Situationen, in denen kein Versorgungsausgleich durchgeführt wird. Kurze Ehe Wenn die Ehe weniger als drei Jahre gedauert hat, findet der Versorgungsausgleich nur auf Antrag statt. Ehevertrag Ehepartner können den Versorgungsausgleich durch einen notariellen Ehevertrag ganz oder teilweise ausschließen. Unbillige Härte In seltenen Fällen kann das Gericht den Versorgungsausgleich ausschließen, wenn er grob unfair wäre.

Versorgungsausgleich bei kurzer Ehe

Bei einer Ehezeit von weniger als drei Jahren wird der Versorgungsausgleich nicht automatisch durchgeführt. Ein Ehepartner muss ausdrücklich beantragen, dass der Versorgungsausgleich stattfinden soll. Der Hintergrund ist, dass bei sehr kurzen Ehen häufig nur geringe Rentenanwartschaften entstehen.

Versorgungsausgleich und private

Altersvorsorge

Private Altersvorsorge kann ebenfalls Teil des Versorgungsausgleichs sein. Dazu zählen beispielsweise: private Rentenversicherungen Riester-Renten Rürup-Renten Voraussetzung ist, dass die Vorsorge tatsächlich der Altersversorgung dient. Kapitalanlagen wie Aktien oder Immobilien gehören in der Regel nicht zum Versorgungsausgleich, sondern zum Zugewinnausgleich.

Versorgungsausgleich bei Selbstständigen

Selbstständige zahlen häufig nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Dennoch können auch sie Rentenanwartschaften erwerben, zum Beispiel durch: private Rentenversicherungen berufsständische Versorgungswerke freiwillige Rentenversicherung Diese Ansprüche können ebenfalls im Versorgungsausgleich berücksichtigt werden.

Dauer des Versorgungsausgleichs

Der Versorgungsausgleich kann das Scheidungsverfahren deutlich verlängern. Das liegt daran, dass das Gericht zunächst Auskünfte von allen Versorgungsträgern einholen muss. Die Bearbeitungszeit kann mehrere Monate betragen. In komplexen Fällen kann sich der Versorgungsausgleich sogar über ein Jahr hinziehen.

Kann man den Versorgungsausgleich ausschließen?

Ja, Ehepartner können den Versorgungsausgleich ausschließen oder verändern. Dies ist möglich durch: einen notariellen Ehevertrag eine Scheidungsfolgenvereinbarung Allerdings prüft das Familiengericht, ob eine solche Vereinbarung fair ist. Wenn ein Ehepartner stark benachteiligt wird, kann das Gericht die Vereinbarung ablehnen.

Häufige Fehler beim Versorgungsausgleich

Viele Menschen machen beim Versorgungsausgleich typische Fehler. Fehlende Informationen über Rentenansprüche Oft wissen Ehepartner nicht genau, welche Rentenanwartschaften vorhanden sind. Unterschätzung der finanziellen Bedeutung Der Versorgungsausgleich kann große Auswirkungen auf die spätere Altersrente haben. Verzicht ohne Beratung Ein vorschneller Verzicht auf den Versorgungsausgleich kann langfristige Nachteile bringen.

Welche Rolle spielt das Familiengericht?

Das Familiengericht ist für die Durchführung des Versorgungsausgleichs zuständig. Es übernimmt folgende Aufgaben: Einholung der Auskünfte bei Versorgungsträgern Berechnung der Ansprüche Entscheidung über die Aufteilung Die endgültige Entscheidung wird im Scheidungsbeschluss festgehalten.

Steuerliche Auswirkungen

Der Versorgungsausgleich selbst ist in der Regel steuerneutral. Die spätere Rente kann jedoch steuerpflichtig sein, je nach Rentenart und Höhe der Einkünfte. Eine steuerliche Beratung kann in komplexen Fällen sinnvoll sein.

Versorgungsausgleich und Wiederheirat

Eine spätere Wiederheirat hat grundsätzlich keinen Einfluss auf den bereits durchgeführten Versorgungsausgleich. Die übertragenen Rentenanwartschaften bleiben bestehen.

Versorgungsausgleich bei Tod eines

Ehepartners

Wenn ein Ehepartner nach der Scheidung stirbt, bleibt der Versorgungsausgleich grundsätzlich bestehen. In bestimmten Fällen kann jedoch eine Rückabwicklung erfolgen, wenn der ausgleichsberechtigte Partner keine Leistungen aus dem übertragenen Anrecht erhalten hat.

Bedeutung des Versorgungsausgleichs für die

Altersvorsorge

Der Versorgungsausgleich kann einen erheblichen Einfluss auf die spätere Altersversorgung haben. Insbesondere für Ehepartner, die während der Ehe weniger gearbeitet haben, kann er eine wichtige finanzielle Absicherung darstellen. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig über die Auswirkungen zu informieren.

Häufige Fragen zum Versorgungsausgleich

Wird der Versorgungsausgleich automatisch durchgeführt?

Ja, grundsätzlich wird er automatisch im Scheidungsverfahren geprüft.

Kann man auf den Versorgungsausgleich verzichten?

Ja, durch eine notarielle Vereinbarung.

Welche Renten werden berücksichtigt?

Gesetzliche Rente, betriebliche Altersversorgung, private Rentenversicherungen und weitere Versorgungen.

Wie lange dauert der Versorgungsausgleich?

Oft mehrere Monate, abhängig von der Anzahl der Versorgungsträger.
Der Versorgungsausgleich ist ein wichtiger Bestandteil des deutschen Scheidungsrechts. Er sorgt dafür, dass beide Ehepartner fair an den während der Ehe aufgebauten Rentenansprüchen beteiligt werden. Die Berechnung erfolgt nach dem Grundsatz der Halbteilung. Alle während der Ehe erworbenen Versorgungsanrechte werden miteinander verglichen und gleichmäßig verteilt. Da der Versorgungsausgleich erhebliche Auswirkungen auf die spätere Altersvorsorge haben kann, ist es sinnvoll, sich frühzeitig über die eigenen Rentenansprüche zu informieren und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen.
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Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit übernommen werden. Für eine verbindliche Bewertung empfehlen wir die Beratung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Stand: März 2026 – Redaktion AMK Rechtsportal
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Versorgungsausgleich

berechnen – verständliche

Erklärung, Beispiel und

Rechner

Der Versorgungsausgleich spielt bei einer Scheidung eine wichtige Rolle. Er sorgt dafür, dass beide Ehepartner gleichmäßig an den während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften beteiligt werden. Viele Menschen möchten wissen, wie der Versorgungsausgleich berechnet wird, welche Ansprüche berücksichtigt werden und wie hoch der Ausgleich tatsächlich ist. Auf dieser Seite erfahren Sie verständlich erklärt: was der Versorgungsausgleich ist wie die Berechnung funktioniert ein konkretes Beispiel welche Renten berücksichtigt werden häufige Fragen zum Versorgungsausgleich

Was ist der Versorgungsausgleich?

Der Versorgungsausgleich ist ein gesetzliches Verfahren im deutschen Familienrecht. Ziel ist es, die während der Ehe erworbenen Altersversorgungsansprüche zwischen beiden Ehepartnern fair aufzuteilen. Während der Ehe erwerben beide Partner unterschiedliche Rentenanwartschaften, beispielsweise durch Arbeit, Kindererziehung oder betriebliche Altersvorsorge. Der Versorgungsausgleich stellt sicher, dass beide Ehepartner am Ende der Ehezeit gleiche Versorgungsrechte aus der Ehezeit erhalten. Das Verfahren wird automatisch im Rahmen eines Scheidungsverfahrens vom Familiengericht durchgeführt.
Ratgeber Unterhalt
auch auf USB Stick
verständlich erklärt praxisnahe Beispiele hilfreiche Tipps Berechnungsprogramme sofort nutzbar

Wann wird der Versorgungsausgleich

durchgeführt?

Der Versorgungsausgleich findet grundsätzlich bei jeder Scheidung statt. Das Familiengericht prüft automatisch, ob Rentenanwartschaften ausgeglichen werden müssen. Der maßgebliche Zeitraum ist die sogenannte Ehezeit. Diese beginnt: mit dem ersten Tag des Monats der Eheschließung und endet: mit dem letzten Tag des Monats vor Zustellung des Scheidungsantrags. Alle Rentenansprüche, die innerhalb dieser Zeit entstehen, werden in die Berechnung einbezogen.

Welche Renten und Versorgungen

werden berücksichtigt?

Beim Versorgungsausgleich werden verschiedene Formen der Altersvorsorge berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem: Gesetzliche Rentenversicherung Die gesetzliche Rentenversicherung ist die häufigste Form der Altersvorsorge. Arbeitnehmer erwerben hier sogenannte Rentenpunkte, die später die Höhe der Rente bestimmen. Betriebliche Altersversorgung Viele Arbeitnehmer erhalten zusätzlich eine betriebliche Altersvorsorge vom Arbeitgeber. Auch diese Ansprüche werden in der Regel berücksichtigt. Private Rentenversicherung Private Altersvorsorge kann ebenfalls in den Versorgungsausgleich einbezogen werden, wenn sie der Altersversorgung dient. Beamtenversorgung Bei Beamten werden auch Ansprüche aus der Beamtenversorgung berücksichtigt. Berufsständische Versorgungswerke Freiberufler wie Ärzte, Anwälte oder Architekten sind häufig Mitglieder eines Versorgungswerks. Auch diese Anwartschaften können Teil des Versorgungsausgleichs sein.

Wann findet kein

Versorgungsausgleich statt?

Es gibt mehrere Situationen, in denen kein Versorgungsausgleich durchgeführt wird. Kurze Ehe Wenn die Ehe weniger als drei Jahre gedauert hat, findet der Versorgungsausgleich nur auf Antrag statt. Ehevertrag Ehepartner können den Versorgungsausgleich durch einen notariellen Ehevertrag ganz oder teilweise ausschließen. Unbillige Härte In seltenen Fällen kann das Gericht den Versorgungsausgleich ausschließen, wenn er grob unfair wäre.

Versorgungsausgleich bei kurzer Ehe

Bei einer Ehezeit von weniger als drei Jahren wird der Versorgungsausgleich nicht automatisch durchgeführt. Ein Ehepartner muss ausdrücklich beantragen, dass der Versorgungsausgleich stattfinden soll. Der Hintergrund ist, dass bei sehr kurzen Ehen häufig nur geringe Rentenanwartschaften entstehen.

Versorgungsausgleich bei

Selbstständigen

Selbstständige zahlen häufig nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Dennoch können auch sie Rentenanwartschaften erwerben, zum Beispiel durch: private Rentenversicherungen berufsständische Versorgungswerke freiwillige Rentenversicherung Diese Ansprüche können ebenfalls im Versorgungsausgleich berücksichtigt werden.

Kann man den Versorgungsausgleich

ausschließen?

Ja, Ehepartner können den Versorgungsausgleich ausschließen oder verändern. Dies ist möglich durch: einen notariellen Ehevertrag eine Scheidungsfolgenvereinbarung Allerdings prüft das Familiengericht, ob eine solche Vereinbarung fair ist. Wenn ein Ehepartner stark benachteiligt wird, kann das Gericht die Vereinbarung ablehnen.

Welche Rolle spielt das

Familiengericht?

Das Familiengericht ist für die Durchführung des Versorgungsausgleichs zuständig. Es übernimmt folgende Aufgaben: Einholung der Auskünfte bei Versorgungsträgern Berechnung der Ansprüche Entscheidung über die Aufteilung Die endgültige Entscheidung wird im Scheidungsbeschluss festgehalten.

Steuerliche Auswirkungen

Der Versorgungsausgleich selbst ist in der Regel steuerneutral. Die spätere Rente kann jedoch steuerpflichtig sein, je nach Rentenart und Höhe der Einkünfte. Eine steuerliche Beratung kann in komplexen Fällen sinnvoll sein.

Wie funktioniert die Berechnung des

Versorgungsausgleichs?

Die Berechnung erfolgt in mehreren Schritten.

Schritt 1: Ermittlung der

Rentenanwartschaften

Zunächst werden alle während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften beider Ehepartner ermittelt. Hierzu fordert das Gericht Auskünfte bei den jeweiligen Versorgungsträgern an.

Schritt 2: Vergleich der Ansprüche

Anschließend werden die Rentenanwartschaften beider Partner miteinander verglichen.

Schritt 3: Berechnung der Differenz

Die Differenz zwischen den Ansprüchen wird berechnet.

Schritt 4: Halbierung der Differenz

Die Hälfte dieser Differenz wird auf den anderen Ehepartner übertragen. Dieses Verfahren sorgt dafür, dass beide Ehepartner gleich hohe Versorgungsansprüche aus der Ehezeit erhalten.

Beispiel für die Berechnung

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht das Prinzip. Während der Ehe hat Partner A Rentenanwartschaften in Höhe von 2.400 Euro monatlicher Altersversorgung aufgebaut. Partner B hat nur 1.200 Euro aufgebaut. Die Differenz beträgt: 1200 Euro Davon wird die Hälfte übertragen: 600 Euro Ergebnis nach Versorgungsausgleich: Partner A: 1800 Euro Partner B: 1800 Euro Beide Ehepartner verfügen damit über gleich hohe Ansprüche aus der Ehezeit.
Onlinrechner Versorgungsausgleich

Versorgungsausgleich bei der

gesetzlichen Rentenversicherung

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt die Berechnung über sogenannte Rentenpunkte. Ein Rentenpunkt entspricht einem bestimmten Einkommen im jeweiligen Jahr. Je mehr Rentenpunkte eine Person sammelt, desto höher ist die spätere Rente. Beispiel: Partner A: 40 Rentenpunkte Partner B: 20 Rentenpunkte Differenz: 20 Rentenpunkte Hälfte der Differenz: 10 Rentenpunkte Nach dem Versorgungsausgleich: Partner A: 30 Rentenpunkte Partner B: 30 Rentenpunkte

Versorgungsausgleich und private

Altersvorsorge

Private Altersvorsorge kann ebenfalls Teil des Versorgungsausgleichs sein. Dazu zählen beispielsweise: private Rentenversicherungen Riester-Renten Rürup-Renten Voraussetzung ist, dass die Vorsorge tatsächlich der Altersversorgung dient. Kapitalanlagen wie Aktien oder Immobilien gehören in der Regel nicht zum Versorgungsausgleich, sondern zum Zugewinnausgleich.

Dauer des Versorgungsausgleichs

Der Versorgungsausgleich kann das Scheidungsverfahren deutlich verlängern. Das liegt daran, dass das Gericht zunächst Auskünfte von allen Versorgungsträgern einholen muss. Die Bearbeitungszeit kann mehrere Monate betragen. In komplexen Fällen kann sich der Versorgungsausgleich sogar über ein Jahr hinziehen.

Häufige Fehler beim

Versorgungsausgleich

Viele Menschen machen beim Versorgungsausgleich typische Fehler. Fehlende Informationen über Rentenansprüche Oft wissen Ehepartner nicht genau, welche Rentenanwartschaften vorhanden sind. Unterschätzung der finanziellen Bedeutung Der Versorgungsausgleich kann große Auswirkungen auf die spätere Altersrente haben. Verzicht ohne Beratung Ein vorschneller Verzicht auf den Versorgungsausgleich kann langfristige Nachteile bringen.

Versorgungsausgleich und

Wiederheirat

Eine spätere Wiederheirat hat grundsätzlich keinen Einfluss auf den bereits durchgeführten Versorgungsausgleich. Die übertragenen Rentenanwartschaften bleiben bestehen.

Versorgungsausgleich bei Tod eines

Ehepartners

Wenn ein Ehepartner nach der Scheidung stirbt, bleibt der Versorgungsausgleich grundsätzlich bestehen. In bestimmten Fällen kann jedoch eine Rückabwicklung erfolgen, wenn der ausgleichsberechtigte Partner keine Leistungen aus dem übertragenen Anrecht erhalten hat.

Bedeutung des

Versorgungsausgleichs für die

Altersvorsorge

Der Versorgungsausgleich kann einen erheblichen Einfluss auf die spätere Altersversorgung haben. Insbesondere für Ehepartner, die während der Ehe weniger gearbeitet haben, kann er eine wichtige finanzielle Absicherung darstellen. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig über die Auswirkungen zu informieren.
Der Versorgungsausgleich ist ein wichtiger Bestandteil des deutschen Scheidungsrechts. Er sorgt dafür, dass beide Ehepartner fair an den während der Ehe aufgebauten Rentenansprüchen beteiligt werden. Die Berechnung erfolgt nach dem Grundsatz der Halbteilung. Alle während der Ehe erworbenen Versorgungsanrechte werden miteinander verglichen und gleichmäßig verteilt. Da der Versorgungsausgleich erhebliche Auswirkungen auf die spätere Altersvorsorge haben kann, ist es sinnvoll, sich frühzeitig über die eigenen Rentenansprüche zu informieren und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen.

Häufige Fragen zum

Versorgungsausgleich

Wird der Versorgungsausgleich

automatisch durchgeführt?

Ja, grundsätzlich wird er automatisch im Scheidungsverfahren geprüft.

Kann man auf den Versorgungsausgleich

verzichten?

Ja, durch eine notarielle Vereinbarung.

Welche Renten werden berücksichtigt?

Gesetzliche Rente, betriebliche Altersversorgung, private Rentenversicherungen und weitere Versorgungen.

Wie lange dauert der

Versorgungsausgleich?

Oft mehrere Monate, abhängig von der Anzahl der Versorgungsträger.

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Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit übernommen werden. Für eine verbindliche Bewertung empfehlen wir die Beratung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
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Stand: März 2026 – Redaktion AMK Rechtsportal