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Kann man auf Unterhalt verzichten? Was

wirklich erlaubt ist (2026)

Kurz gesagt: Ein Verzicht auf Unterhalt ist in Deutschland meist nicht möglich. Kindesunterhalt: X niemals erlaubt Trennungsunterhalt: X nicht für die Zukunft Nachehelicher Unterhalt: eingeschränkt möglich Das entscheidet immer das Gesetz – nicht die Vereinbarung der Parteien.
Viele getrennte Paare wollen Streit vermeiden und überlegen: „Können wir einfach auf Unterhalt verzichten?“ Die Antwort überrascht viele: Selbst wenn beide einverstanden sind, ist ein Verzicht oft unwirksam und kann später teuer werden. In diesem Artikel erfahren Sie: Wann ein Verzicht erlaubt ist Wann er automatisch unwirksam ist Welche Fehler Tausende Betroffene machen

Wann ist ein Verzicht auf Unterhalt verboten?

X Kindesunterhalt

Gesetzlich ausgeschlossen (§ 1614 BGB) Anspruch gehört dem Kind Eltern dürfen nicht verzichten Auch schriftliche Vereinbarungen sind unwirksam

X Trennungsunterhalt

Kein Verzicht auf zukünftige Ansprüche Schutz vor finanzieller Benachteiligung Standard-Formulierungen wie „Wir verzichten gegenseitig auf Unterhalt“ rechtlich wertlos

Wann ist ein Verzicht möglich?

nachehelicher Unterhalt Teilweise möglich, wenn: beide wirtschaftlich abgesichert sind keine Benachteiligung entsteht keine Sozialleistungen nötig werden

Unterhalt für die Vergangenheit

Bereits entstandene Ansprüche können erlassen werden Aber nur unter strengen Voraussetzungen Gerichte prüfen das sehr genau

Faustregel: Wann ist ein

Unterhaltsverzicht unwirksam?

Ein Verzicht ist immer ungültig, wenn: Kinder betroffen sind eine Partei finanziell benachteiligt wird staatliche Leistungen notwendig werden In diesen Fällen kann der Staat sogar rückwirkend Geld zurückfordern.
Unterhaltsart Verzicht möglich? Kindesunterhalt X Nein Trennungsunterhalt X Nein Nachehelicher Unterhalt Teilweise Vergangenheit Möglich

Praxisbeispiele

Beispiel 1: Kindesunterhalt Ein Vater und eine Mutter vereinbaren schriftlich, dass kein Kindesunterhalt gezahlt wird, da beide sich „einvernehmlich geeinigt haben“. Ergebnis: Unwirksam. Das Kind kann den vollen Unterhalt jederzeit nachfordern – auch rückwirkend. Beispiel 2: Trennungsunterhalt Während der Trennung unterschreibt die Ehefrau, dass sie auf Unterhalt verzichtet. Ergebnis: Unwirksam, da der Verzicht im Voraus erfolgt ist. Der Anspruch bleibt bestehen. Beispiel 3: Nachehelicher Unterhalt (wirksam) Ein Ehepaar schließt vor der Scheidung einen notariellen Vertrag, in dem beide auf Unterhalt verzichten. Ergebnis: Wirksam, wenn beide finanziell unabhängig sind und kein Ungleichgewicht besteht.

Experten-Tipp

Ein Unterhaltsverzicht sollte niemals ohne rechtliche Prüfung erfolgen. Schon kleine Fehler können: mehrere tausend Euro kosten zu Nachforderungen führen Verträge unwirksam machen

FAQ

Kann man auf Unterhalt verzichten?

Ein Verzicht auf Unterhalt ist in Deutschland meist nicht möglich. Besonders beim Kindesunterhalt ist ein Verzicht gesetzlich ausgeschlossen. Beim Trennungsunterhalt ist ein Verzicht für die Zukunft ebenfalls unwirksam. Nur beim nachehelichen Unterhalt kann ein Verzicht unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein.

Ist ein schriftlicher Verzicht gültig?

Ein schriftlicher Unterhaltsverzicht ist häufig unwirksam. Vor allem beim Kindesunterhalt und beim Trennungsunterhalt können Vereinbarungen nicht wirksam getroffen werden, wenn sie gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen

Kann man auf Kindesunterhalt verzichten?

Nein, auf Kindesunterhalt kann nicht verzichtet werden. Der Anspruch steht dem Kind zu und ist gesetzlich geschützt. Eltern können diesen Anspruch nicht durch Vereinbarung ausschließen.

Kann man auf Trennungsunterhalt verzichten?

Ein Verzicht auf Trennungsunterhalt für die Zukunft ist grundsätzlich nicht möglich. Das Gesetz schützt den wirtschaftlich schwächeren Ehepartner während der Trennungszeit.

Wann ist ein Unterhaltsverzicht möglich?

Ein Verzicht ist nur eingeschränkt möglich, etwa beim nachehelichen Unterhalt oder bei bereits entstandenen Ansprüchen. Voraussetzung ist, dass keine einseitige Benachteiligung entsteht und keine Sozialleistungen erforderlich werden.

Kann der Staat Unterhalt zurückfordern?

Ja, wenn Sozialleistungen gezahlt wurden, kann der Staat unter bestimmten Voraussetzungen Unterhalt vom eigentlich Verpflichteten zurückfordern, auch wenn zuvor ein Verzicht vereinbart wurde.

Echte Gerichtsurteile zum

Unterhaltsverzicht

1. Kindesunterhalt – Verzicht IMMER unwirksam Urteil: BGH, Beschluss vom 29.01.2014 – XII ZB 303/13 Kernaussage: Ein „Verzicht“ oder auch ein indirekter Verzicht (z. B. „ich mache den Anspruch nicht geltend“) ist unwirksam. Begründung: Umgehungsgeschäfte sind ebenfalls unzulässig Selbst wenn Eltern vereinbaren, keinen Unterhalt zu verlangen, bleibt der Anspruch des Kindes bestehen. 2. Trennungsunterhalt – Verzicht nicht möglich Urteil: OLG Hamm, Beschluss vom 20.09.2023 – 13 UF 104/23 Kernaussage: Ein Verzicht auf zukünftigen Trennungsunterhalt ist nichtig. Begründung: Auch „Nichtgeltendmachung“ ist unzulässig Selbst clevere Formulierungen („wir verzichten“) bringen nichts
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Hinweis:

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit übernommen werden. Für eine verbindliche Bewertung empfehlen wir die Beratung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
aktualisiert: April 2026 – Autor: Redaktion AMK Rechtsportal- Stuttgart Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an geltender Rechtsprechung und Gesetzeslage. Grundlage sind veröffentlichte Urteile deutscher Gerichte sowie juristische Fachliteratur.
Facebook, AMK Rechtsportal Instagram, AMK Rechtsportal Dokument mit dem Titel „Verzicht auf Unterhalt“ und Unterschriftsfeld, daneben ein Stift sowie ein Verbotssymbol mit Euro-Zeichen als Hinweis auf eingeschränkte Wirksamkeit Blaues Buch „Ratgeber Unterhalt“ mit Waage, Taschenrechner und USB-Stick
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Kann man auf Unterhalt

verzichten? Was wirklich

erlaubt ist (2026)

Kurz gesagt: Ein Verzicht auf Unterhalt ist in Deutschland meist nicht möglich. Kindesunterhalt: X niemals erlaubt Trennungsunterhalt: X nicht für die Zukunft Nachehelicher Unterhalt: eingeschränkt möglich Das entscheidet immer das Gesetz – nicht die Vereinbarung der Parteien.
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Viele getrennte Paare wollen Streit vermeiden und überlegen: „Können wir einfach auf Unterhalt verzichten?“ Die Antwort überrascht viele: Selbst wenn beide einverstanden sind, ist ein Verzicht oft unwirksam und kann später teuer werden. In diesem Artikel erfahren Sie: Wann ein Verzicht erlaubt ist Wann er automatisch unwirksam ist Welche Fehler Tausende Betroffene machen

Wann ist ein Verzicht auf Unterhalt

verboten?

X Kindesunterhalt

Gesetzlich ausgeschlossen (§ 1614 BGB) Anspruch gehört dem Kind Eltern dürfen nicht verzichten Auch schriftliche Vereinbarungen sind unwirksam

X Trennungsunterhalt

Kein Verzicht auf zukünftige Ansprüche Schutz vor finanzieller Benachteiligung Standard-Formulierungen wie „Wir verzichten gegenseitig auf Unterhalt“ rechtlich wertlos

Wann ist ein Verzicht möglich?

nachehelicher Unterhalt Teilweise möglich, wenn: beide wirtschaftlich abgesichert sind keine Benachteiligung entsteht keine Sozialleistungen nötig werden

Unterhalt für die Vergangenheit

Bereits entstandene Ansprüche können erlassen werden Aber nur unter strengen Voraussetzungen Gerichte prüfen das sehr genau

Faustregel: Wann ist ein

Unterhaltsverzicht unwirksam?

Ein Verzicht ist immer ungültig, wenn: Kinder betroffen sind eine Partei finanziell benachteiligt wird staatliche Leistungen notwendig werden In diesen Fällen kann der Staat sogar rückwirkend Geld zurückfordern.
Unterhaltsart Verzicht möglich? Kindesunterhalt X Nein Trennungsunterhalt X Nein Nachehelicher Unterhalt Teilweise Vergangenheit Möglich

Praxisbeispiele

Beispiel 1: Kindesunterhalt Ein Vater und eine Mutter vereinbaren schriftlich, dass kein Kindesunterhalt gezahlt wird, da beide sich „einvernehmlich geeinigt haben“. Ergebnis: Unwirksam. Das Kind kann den vollen Unterhalt jederzeit nachfordern – auch rückwirkend. Beispiel 2: Trennungsunterhalt Während der Trennung unterschreibt die Ehefrau, dass sie auf Unterhalt verzichtet. Ergebnis: Unwirksam, da der Verzicht im Voraus erfolgt ist. Der Anspruch bleibt bestehen. Beispiel 3: Nachehelicher Unterhalt (wirksam) Ein Ehepaar schließt vor der Scheidung einen notariellen Vertrag, in dem beide auf Unterhalt verzichten. Ergebnis: Wirksam, wenn beide finanziell unabhängig sind und kein Ungleichgewicht besteht.

Experten-Tipp

Ein Unterhaltsverzicht sollte niemals ohne rechtliche Prüfung erfolgen. Schon kleine Fehler können: mehrere tausend Euro kosten zu Nachforderungen führen Verträge unwirksam machen

Echte Gerichtsurteile zum

Unterhaltsverzicht

1. Kindesunterhalt – Verzicht IMMER unwirksam Urteil: BGH, Beschluss vom 29.01.2014 – XII ZB 303/13 Kernaussage: Ein „Verzicht“ oder auch ein indirekter Verzicht (z. B. „ich mache den Anspruch nicht geltend“) ist unwirksam. Begründung: Umgehungsgeschäfte sind ebenfalls unzulässig Selbst wenn Eltern vereinbaren, keinen Unterhalt zu verlangen, bleibt der Anspruch des Kindes bestehen. 2. Trennungsunterhalt – Verzicht nicht möglich Urteil: OLG Hamm, Beschluss vom 20.09.2023 – 13 UF 104/23 Kernaussage: Ein Verzicht auf zukünftigen Trennungsunterhalt ist nichtig. Begründung: Auch „Nichtgeltendmachung“ ist unzulässig Selbst clevere Formulierungen („wir verzichten“) bringen nichts
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FAQ

Kann man auf Unterhalt verzichten?

Ein Verzicht auf Unterhalt ist in Deutschland meist nicht möglich. Besonders beim Kindesunterhalt ist ein Verzicht gesetzlich ausgeschlossen. Beim Trennungsunterhalt ist ein Verzicht für die Zukunft ebenfalls unwirksam. Nur beim nachehelichen Unterhalt kann ein Verzicht unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein.

Ist ein schriftlicher Verzicht gültig?

Ein schriftlicher Unterhaltsverzicht ist häufig unwirksam. Vor allem beim Kindesunterhalt und beim Trennungsunterhalt können Vereinbarungen nicht wirksam getroffen werden, wenn sie gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen

Kann man auf Kindesunterhalt

verzichten?

Nein, auf Kindesunterhalt kann nicht verzichtet werden. Der Anspruch steht dem Kind zu und ist gesetzlich geschützt. Eltern können diesen Anspruch nicht durch Vereinbarung ausschließen.

Kann man auf Trennungsunterhalt

verzichten?

Ein Verzicht auf Trennungsunterhalt für die Zukunft ist grundsätzlich nicht möglich. Das Gesetz schützt den wirtschaftlich schwächeren Ehepartner während der Trennungszeit.

Wann ist ein Unterhaltsverzicht möglich?

Ein Verzicht ist nur eingeschränkt möglich, etwa beim nachehelichen Unterhalt oder bei bereits entstandenen Ansprüchen. Voraussetzung ist, dass keine einseitige Benachteiligung entsteht und keine Sozialleistungen erforderlich werden.

Kann der Staat Unterhalt zurückfordern?

Ja, wenn Sozialleistungen gezahlt wurden, kann der Staat unter bestimmten Voraussetzungen Unterhalt vom eigentlich Verpflichteten zurückfordern, auch wenn zuvor ein Verzicht vereinbart wurde.

Hinweis:

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit übernommen werden. Für eine verbindliche Bewertung empfehlen wir die Beratung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
aktualisiert: April 2026 – Autor: Redaktion AMK Rechtsportal- Stuttgart Inhalte wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an geltender Rechtsprechung und Gesetzeslage. Grundlage sind veröffentlichte Urteile deutscher Gerichte sowie juristische Fachliteratur.
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