Abnutzung MietwohnungNormale Abnutzung oder Schaden? So ist die Rechtslage im Mietrecht. Handelt es sich um normale Abnutzung – oder um einen ersatzpflichtigen Schaden?
Viele Leser interessieren sich anschließend auch für:
SatellitenschüsselViele Mieter möchten eine eigene Satellitenschüssel installieren, um mehr Fernsehprogramme oder internationale Sender zu empfangen. Doch darf der Vermieter dies verbieten?
DübellöcherNormale Gebrauchsspuren muss ein Vermieter akzeptieren. Dazu können auch einzelne Bohrlöcher gehören. Problematisch wird es jedoch, wenn die Wände deutlich stärker verändert wurden als üblich.
Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal
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Die Inhalte basieren auf sorgfältiger Recherche von Gesetzestexten und aktuel-
ler Rechtsprechung. Inhalte werden regelmäßig mit juristischen Quellen
abgeglichen.
Unser Ziel ist es, rechtliche Themen verständlich und praxisnah darzustellen.
Geprüfte Inhalte- Verständlich und praxisnah erklärt- Regelmäßig aktualisiert
Hinweis: Die Artikel stellen keine Rechtsberatung dar.
✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal | Aktualisiert: August 2026Ein Ablesetermin für die Heizung gehört für viele Mieter zum Jahresablauf. Dann soll plötzlich jemand in die Wohnung. Oft kommt die Terminankündigung kurzfristig. Manchmal passt der Termin überhaupt nicht.Viele Mieter fragen sich deshalb, ob sie den Termin akzeptieren müssen. Auch die Frage nach einem Ersatztermin sorgt regelmäßig für Ärger.Sie müssen eine ordnungsgemäß angekündigte Heizkostenablesung grundsätzlich ermöglichen. Der Vermieter darf dafür jedoch nicht beliebig und unangekündigt Ihre Wohnung betreten. Bei einem unpassenden Termin sollten Sie rechtzeitig einen Ersatztermin vereinbaren.
Warum darf überhaupt in der Wohnung abgelesen
werden?
Die Heizkostenverordnung verlangt grundsätzlich eine Erfassung des Wärmeverbrauchs. Nach § 4 HeizkostenV muss der Gebäudeeigentümer geeignete Verbrauchserfassungsgeräte bereitstellen. Nutzer müssen die dafür erforderlichen Maßnahmen dulden.Das kann auch den Zutritt zur Wohnung umfassen.Der Bundesgerichtshof hat diese Duldungspflicht bereits ausdrücklich bestätigt. Der Mieter muss den Wohnungszutritt ermöglichen, wenn dieser für die Verbrauchserfassung erforderlich ist.Das bedeutet aber nicht, dass der Vermieter jederzeit unangekündigt erscheinen darf.
Wie muss der Ablesetermin angekündigt werden?
Eine starre gesetzliche Frist für jeden Ablesetermin nennt die Heizkostenverordnung nicht. Der Termin muss jedoch so rechtzeitig angekündigt werden, dass Sie sich darauf einstellen können.In der Praxis gelten häufig etwa 10 bis 14 Tage Vorlauf als angemessen. Auch der Deutsche Mieterbund nennt diesen Zeitraum als Orientierung.Bei der Ankündigung sollte außerdem klar sein, wann die Ablesung stattfindet. Bei einem größeren Zeitfenster muss dieses ausreichend konkret sein.
Was gilt bei Funkablesung?
Bei einer Fernablesung muss der Ableser die Wohnung grundsätzlich nicht betreten.Moderne Geräte können Verbrauchswerte elektronisch übertragen. Die Heizkostenverordnung enthält inzwischen besondere Vorgaben für fernablesbare Ausstattung.Ob bei Ihnen tatsächlich keine Wohnungsablesung mehr nötig ist, hängt von der vorhandenen Technik ab.
Reicht ein Aushang im Treppenhaus?
Das kann im Einzelfall ausreichen.Entscheidend ist, ob Sie tatsächlich zuverlässig von dem Termin erfahren können. Ein versteckter oder schlecht sichtbarer Aushang kann problematisch sein.Je nach Situation kommen auch Brief, E-Mail oder andere geeignete Mitteilungen infrage.
Müssen Sie den Ableser in die Wohnung lassen?
Grundsätzlich ja, wenn die Ablesung nur innerhalb Ihrer Wohnung möglich ist.Das folgt aus Ihrer Pflicht, die erforderliche Verbrauchserfassung zu dulden. Der BGH hat den notwendigen Wohnungszutritt ausdrücklich einbezogen.Das Zutrittsrecht gilt allerdings nicht grenzenlos. Der Termin muss einen sachlichen Grund haben und angemessen angekündigt werden.
❌ Was tun, wenn der Termin nicht passt?
Sie sollten den Termin nicht einfach ignorieren.Kontaktieren Sie den Vermieter oder das Abrechnungsunternehmen möglichst schnell. Schlagen Sie einen konkreten Ersatztermin vor.Ein kurzer Urlaub oder ein beruflicher Termin bedeutet nicht automatisch, dass Sie jeden beliebigen Folgetermin akzeptieren müssen. Entscheidend bleibt, dass Sie die Ablesung grundsätzlich ermöglichen.
Muss ich einen zweiten Ablesetermin bezahlen?
Hier lohnt sich genaues Hinsehen.Nicht jede verpasste Ablesung führt automatisch zu einer Zahlungspflicht. Nach der Rechtsprechung können zusätzliche Kosten problematisch sein, wenn der Mieter den ersten Termin nicht schuldhaft verpasst hat.Das LG München I hat sich bereits mit einer Klausel beschäftigt, die Kosten für einen zweiten Ablesetermin verlangte. Das Gericht sah darin eine unangemessene Benachteiligung.Bei schuldhafter Vereitelung können dagegen Schadensersatzfragen entstehen. Eine pauschale Aussage für jeden Fall wäre deshalb falsch.
Ablesetermin Heizung: Die wichtigsten Regeln
ThemaOrientierungWichtigAnkündigung10–14 TageangemessenZutrittgrundsätzlich jabei BedarfErsatzterminvereinbarennicht ignorierenFunkablesungmeist kein ZutrittTechnik prüfenSchätzungmöglich§ 9a HeizkostenVDie Heizkostenverordnung erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen eine Verbrauchsschätzung. Das betrifft Fälle, in denen der Verbrauch wegen Geräteausfalls oder anderer zwingender Gründe nicht ordnungsgemäß erfasst werden kann.
⚠️ Was passiert, wenn Sie mehrfach nicht öffnen?
Hier kann es für Mieter unangenehm werden.Wenn die Ablesung trotz ordnungsgemäßer Termine wiederholt scheitert, kann eine Schätzung des Verbrauchs zulässig sein. § 9a HeizkostenV regelt die Voraussetzungen dafür.Eine Schätzung kann sich auf Ihre Heizkostenabrechnung auswirken.Sie sollten einen Termin deshalb nicht einfach verstreichen lassen.
⚠️ Typische Fehler von Mietern
Fehler 1: Den Termin einfach ignorierenDas kann später Probleme verursachen. Reagieren Sie stattdessen frühzeitig und schlagen Sie einen Ersatztermin vor.Fehler 2: Den Ableser generell nicht hineinlassenEine pauschale Verweigerung ist riskant. Die Verbrauchserfassung gehört grundsätzlich zu den Maßnahmen, die Sie dulden müssen.Fehler 3: Jede Zusatzgebühr sofort akzeptierenEine Rechnung für einen Ersatztermin sollten Sie prüfen. Nicht jede zusätzliche Gebühr ist automatisch berechtigt.Fehler 4: Selbst ablesen und Werte einfach meldenDas kann ausreichend sein, muss es aber nicht. Der Vermieter oder Messdienst kann unter Umständen auf einer einheitlichen Erfassung bestehen.Fehler 5: Keine Nachweise aufbewahrenSpeichern Sie E-Mails und Nachrichten. Auch Fotos des Aushangs können bei einem späteren Streit hilfreich sein.
Was sollten Sie bei einer falschen Heizkostenabrechnung
tun?
Prüfen Sie zunächst die Ablesewerte.Vergleichen Sie diese mit Ihren Unterlagen oder früheren Ablesungen. Bei Unstimmigkeiten sollten Sie die Abrechnung schriftlich beanstanden.Auch die zugrunde gelegten Schätzwerte sollten Sie überprüfen.Eine nachvollziehbare Abrechnung muss die Kosten und ihre Verteilung erkennen lassen. Der BGH hat hierzu wiederholt Anforderungen an die Nachprüfbarkeit von Betriebskostenabrechnungen formuliert.
❓ FAQ zum Ablesetermin der Heizung
Muss ich den Ableser in meine Wohnung lassen?
Grundsätzlich müssen Sie eine notwendige Heizkostenablesung ermöglichen. Der erforderliche Wohnungszutritt gehört zur Duldungspflicht bei der Verbrauchserfassung.
Wie früh muss der Ablesetermin angekündigt werden?
Eine starre gesetzliche Tagesfrist gibt es für den normalen Heizkostenablesetermin nicht. In der Praxis gelten etwa 10 bis 14 Tage Vorlauf als angemessene Orientierung.
Was passiert, wenn ich beim Ablesetermin nicht da bin?
Sie sollten unverzüglich einen Ersatztermin vereinbaren. Bei wiederholter schuldhafter Verhinderung kann eine Verbrauchsschätzung nach § 9a HeizkostenV möglich werden.
Heizungs-Ablesetermin prüfen
Prüfen Sie den zeitlichen Vorlauf und erstellen Sie bei Bedarf
direkt einen Text für einen Ersatztermin.
Ergebnis
Hinweis:
Eine feste gesetzliche Vorlauffrist für jeden
Heizkostenablesetermin gibt es nicht.
Entscheidend sind die Umstände des Einzelfalls.
Ein ausreichender zeitlicher Vorlauf sollte Ihnen
die Vorbereitung auf den Termin ermöglichen.
Text für den Ersatztermin
Mehr Hilfe bei Mietrechtsfragen
Ratgeber, Formulare, Musterbriefe und Berechnungshilfen
für Mieter und Vermieter.
Rechtlicher Hinweis:
Dieser Schnellcheck dient ausschließlich einer ersten
Orientierung. Er ersetzt keine individuelle rechtliche
Prüfung. Die tatsächliche Bewertung hängt von den
Umständen des jeweiligen Einzelfalls ab.
Praxisbeispiel: Der Termin während des Urlaubs
Sie erhalten am Montag einen Aushang. Die Ablesung soll bereits am Mittwoch stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt befinden Sie sich im Urlaub.Sie informieren die Hausverwaltung sofort. Gleichzeitig schlagen Sie zwei alternative Termine vor.Damit zeigen Sie klar, dass Sie die Ablesung ermöglichen wollen. Ein solches Verhalten unterscheidet sich deutlich von einer grundlosen Verweigerung.Was sollten Sie bei einem unpassenden Termin schreiben?Eine kurze Nachricht reicht meistens aus.Zum Beispiel:„Der angekündigte Ablesetermin am 15. September kann von mir nicht wahrgenommen werden. Ich bitte um einen Ersatztermin. Die Ablesung werde ich selbstverständlich ermöglichen.“Bewahren Sie Ihre Nachricht auf. Damit können Sie später nachweisen, dass Sie sich um eine Lösung bemüht haben.
Was tun beim Ablesetermin? Eine einfache Anleitung
1. Termin prüfenSchauen Sie auf Datum und Zeitfenster.2. Termin notierenTragen Sie ihn sofort in Ihren Kalender ein.3. Termin nicht möglich?Informieren Sie Vermieter oder Messdienst unverzüglich.4. Ersatztermin vorschlagenNennen Sie am besten zwei konkrete Alternativen.5. Kommunikation dokumentierenBewahren Sie E-Mails und Nachrichten auf.6. Ablesung ermöglichenSorgen Sie dafür, dass die Geräte zugänglich sind.7. Ablesewerte kontrollierenBei nicht fernablesbaren Geräten soll das Ableseergebnis dem Nutzer grundsätzlich mitgeteilt werden. § 6 HeizkostenV sieht hierfür regelmäßig einen Zeitraum von einem Monat vor.
⚖️ Aktuelles Urteil: Amtsgericht Neukölln 2025
Das Amtsgericht Neukölln, Urteil vom 24.03.2025, Az. 22 C 4/24 WEG, beschäftigte sich mit einer nicht möglichen Heizkostenablesung und einer anschließenden Schätzung. Das Gericht sah den fehlenden Zugang zur Wohnung als zwingenden Grund für eine Schätzung nach § 9a HeizkostenV an.Das Urteil betrifft Wohnungseigentum und nicht unmittelbar ein normales Mietverhältnis. Es zeigt dennoch deutlich, welche Folgen eine dauerhaft nicht ermöglichte Ablesung haben kann.
Darf der Vermieter einfach den Heizverbrauch
schätzen?
Nein, nicht ohne Weiteres.§ 9a HeizkostenV nennt konkrete Voraussetzungen. Eine Schätzung kommt insbesondere infrage, wenn eine ordnungsgemäße Verbrauchserfassung aus zwingenden Gründen nicht möglich ist.Der Vermieter darf also nicht einfach auf eine Schätzung ausweichen, weil eine Ablesung unbequem wäre.Bei einem Streit sollten Sie prüfen, warum die Ablesung tatsächlich gescheitert ist.
✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal | Aktualisiert: August 2026Ein Ablesetermin für die Heizung gehört für viele Mieter zum Jahresablauf. Dann soll plötzlich jemand in die Wohnung. Oft kommt die Terminankündigung kurzfristig. Manchmal passt der Termin überhaupt nicht.Viele Mieter fragen sich deshalb, ob sie den Termin akzeptieren müssen. Auch die Frage nach einem Ersatztermin sorgt regelmäßig für Ärger.Sie müssen eine ordnungsgemäß angekündigte Heizkostenablesung grundsätzlich ermöglichen. Der Vermieter darf dafür jedoch nicht beliebig und unangekündigt Ihre Wohnung betreten. Bei einem unpassenden Termin sollten Sie rechtzeitig einen Ersatztermin vereinbaren.
Warum darf überhaupt in der
Wohnung abgelesen werden?
Die Heizkostenverordnung verlangt grundsätzlich eine Erfassung des Wärmeverbrauchs. Nach § 4 HeizkostenV muss der Gebäudeeigentümer geeignete Verbrauchserfassungsgeräte bereitstellen. Nutzer müssen die dafür erforderlichen Maßnahmen dulden.Das kann auch den Zutritt zur Wohnung umfassen.Der Bundesgerichtshof hat diese Duldungspflicht bereits ausdrücklich bestätigt. Der Mieter muss den Wohnungszutritt ermöglichen, wenn dieser für die Verbrauchserfassung erforderlich ist.Das bedeutet aber nicht, dass der Vermieter jederzeit unangekündigt erscheinen darf.
Wie muss der Ablesetermin
angekündigt werden?
Eine starre gesetzliche Frist für jeden Ablesetermin nennt die Heizkostenverordnung nicht. Der Termin muss jedoch so rechtzeitig angekündigt werden, dass Sie sich darauf einstellen können.In der Praxis gelten häufig etwa 10 bis 14 Tage Vorlauf als angemessen. Auch der Deutsche Mieterbund nennt diesen Zeitraum als Orientierung.Bei der Ankündigung sollte außerdem klar sein, wann die Ablesung stattfindet. Bei einem größeren Zeitfenster muss dieses ausreichend konkret sein.
Was gilt bei Funkablesung?
Bei einer Fernablesung muss der Ableser die Wohnung grundsätzlich nicht betreten.Moderne Geräte können Verbrauchswerte elektronisch übertragen. Die Heizkostenverordnung enthält inzwischen besondere Vorgaben für fernablesbare Ausstattung.Ob bei Ihnen tatsächlich keine Wohnungsablesung mehr nötig ist, hängt von der vorhandenen Technik ab.
Praxisbeispiel: Der Termin während
des Urlaubs
Sie erhalten am Montag einen Aushang. Die Ablesung soll bereits am Mittwoch stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt befinden Sie sich im Urlaub.Sie informieren die Hausverwaltung sofort. Gleichzeitig schlagen Sie zwei alternative Termine vor.Damit zeigen Sie klar, dass Sie die Ablesung ermöglichen wollen. Ein solches Verhalten unterscheidet sich deutlich von einer grundlosen Verweigerung.Was sollten Sie bei einem unpassenden Termin schreiben?Eine kurze Nachricht reicht meistens aus.Zum Beispiel:„Der angekündigte Ablesetermin am 15. September kann von mir nicht wahrgenommen werden. Ich bitte um einen Ersatztermin. Die Ablesung werde ich selbstverständlich ermöglichen.“Bewahren Sie Ihre Nachricht auf. Damit können Sie später nachweisen, dass Sie sich um eine Lösung bemüht haben.
Was tun beim Ablesetermin? Eine
einfache Anleitung
1. Termin prüfenSchauen Sie auf Datum und Zeitfenster.2. Termin notierenTragen Sie ihn sofort in Ihren Kalender ein.3. Termin nicht möglich?Informieren Sie Vermieter oder Messdienst unverzüglich.4. Ersatztermin vorschlagenNennen Sie am besten zwei konkrete Alternativen.5. Kommunikation dokumentierenBewahren Sie E-Mails und Nachrichten auf.6. Ablesung ermöglichenSorgen Sie dafür, dass die Geräte zugänglich sind.7. Ablesewerte kontrollierenBei nicht fernablesbaren Geräten soll das Ableseergebnis dem Nutzer grundsätzlich mitgeteilt werden. § 6 HeizkostenV sieht hierfür regelmäßig einen Zeitraum von einem Monat vor.
⚖️ Aktuelles Urteil: Amtsgericht
Neukölln 2025
Das Amtsgericht Neukölln, Urteil vom 24.03.2025, Az. 22 C 4/24 WEG, beschäftigte sich mit einer nicht möglichen Heizkostenablesung und einer anschließenden Schätzung. Das Gericht sah den fehlenden Zugang zur Wohnung als zwingenden Grund für eine Schätzung nach § 9a HeizkostenV an.Das Urteil betrifft Wohnungseigentum und nicht unmittelbar ein normales Mietverhältnis. Es zeigt dennoch deutlich, welche Folgen eine dauerhaft nicht ermöglichte Ablesung haben kann.
Darf der Vermieter einfach den
Heizverbrauch schätzen?
Nein, nicht ohne Weiteres.§ 9a HeizkostenV nennt konkrete Voraussetzungen. Eine Schätzung kommt insbesondere infrage, wenn eine ordnungsgemäße Verbrauchserfassung aus zwingenden Gründen nicht möglich ist.Der Vermieter darf also nicht einfach auf eine Schätzung ausweichen, weil eine Ablesung unbequem wäre.Bei einem Streit sollten Sie prüfen, warum die Ablesung tatsächlich gescheitert ist.
Heizungs-Ablesetermin prüfen
Prüfen Sie den Vorlauf und erstellen Sie bei Bedarf
direkt einen Text für einen Ersatztermin.
Ergebnis
Hinweis:
Eine feste gesetzliche Vorlauffrist für jeden
Heizkostenablesetermin gibt es nicht.
Entscheidend sind die Umstände des Einzelfalls.
Text für den Ersatztermin
Mehr Hilfe bei Mietrechtsfragen
Ratgeber, Formulare, Musterbriefe und
Berechnungshilfen für Mieter und Vermieter.
Rechtlicher Hinweis:
Dieser Schnellcheck dient ausschließlich einer ersten
Orientierung. Er ersetzt keine individuelle rechtliche
Prüfung.
Reicht ein Aushang im Treppenhaus?
Das kann im Einzelfall ausreichen.Entscheidend ist, ob Sie tatsächlich zuverlässig von dem Termin erfahren können. Ein versteckter oder schlecht sichtbarer Aushang kann problematisch sein.Je nach Situation kommen auch Brief, E-Mail oder andere geeignete Mitteilungen infrage.
Müssen Sie den Ableser in die
Wohnung lassen?
Grundsätzlich ja, wenn die Ablesung nur innerhalb Ihrer Wohnung möglich ist.Das folgt aus Ihrer Pflicht, die erforderliche Verbrauchserfassung zu dulden. Der BGH hat den notwendigen Wohnungszutritt ausdrücklich einbezogen.Das Zutrittsrecht gilt allerdings nicht grenzenlos. Der Termin muss einen sachlichen Grund haben und angemessen angekündigt werden.
❌ Was tun, wenn der Termin nicht
passt?
Sie sollten den Termin nicht einfach ignorieren.Kontaktieren Sie den Vermieter oder das Abrechnungsunternehmen möglichst schnell. Schlagen Sie einen konkreten Ersatztermin vor.Ein kurzer Urlaub oder ein beruflicher Termin bedeutet nicht automatisch, dass Sie jeden beliebigen Folgetermin akzeptieren müssen. Entscheidend bleibt, dass Sie die Ablesung grundsätzlich ermöglichen.
Muss ich einen zweiten Ablesetermin
bezahlen?
Hier lohnt sich genaues Hinsehen.Nicht jede verpasste Ablesung führt automatisch zu einer Zahlungspflicht. Nach der Rechtsprechung können zusätzliche Kosten problematisch sein, wenn der Mieter den ersten Termin nicht schuldhaft verpasst hat.Das LG München I hat sich bereits mit einer Klausel beschäftigt, die Kosten für einen zweiten Ablesetermin verlangte. Das Gericht sah darin eine unangemessene Benachteiligung.Bei schuldhafter Vereitelung können dagegen Schadensersatzfragen entstehen. Eine pauschale Aussage für jeden Fall wäre deshalb falsch.
Ablesetermin Heizung: Die
wichtigsten Regeln
ThemaOrientierungWichtigAnkündigung10–14 TageangemessenZutrittgrundsätzlich jabei BedarfErsatzterminvereinbaren nicht ignorierenFunkablesungmeist kein ZutrittTechnik prüfenSchätzungmöglich§ 9a HeizkostenVDie Heizkostenverordnung erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen eine Verbrauchsschätzung. Das betrifft Fälle, in denen der Verbrauch wegen Geräteausfalls oder anderer zwingender Gründe nicht ordnungsgemäß erfasst werden kann.
⚠️ Was passiert, wenn Sie mehrfach
nicht öffnen?
Hier kann es für Mieter unangenehm werden.Wenn die Ablesung trotz ordnungsgemäßer Termine wiederholt scheitert, kann eine Schätzung des Verbrauchs zulässig sein. § 9a HeizkostenV regelt die Voraussetzungen dafür.Eine Schätzung kann sich auf Ihre Heizkostenabrechnung auswirken.Sie sollten einen Termin deshalb nicht einfach verstreichen lassen.
⚠️ Typische Fehler von Mietern
Fehler 1: Den Termin einfach ignorierenDas kann später Probleme verursachen. Reagieren Sie stattdessen frühzeitig und schlagen Sie einen Ersatztermin vor.Fehler 2: Den Ableser generell nicht hineinlassenEine pauschale Verweigerung ist riskant. Die Verbrauchserfassung gehört grundsätzlich zu den Maßnahmen, die Sie dulden müssen.Fehler 3: Jede Zusatzgebühr sofort akzeptierenEine Rechnung für einen Ersatztermin sollten Sie prüfen. Nicht jede zusätzliche Gebühr ist automatisch berechtigt.Fehler 4: Selbst ablesen und Werte einfach meldenDas kann ausreichend sein, muss es aber nicht. Der Vermieter oder Messdienst kann unter Umständen auf einer einheitlichen Erfassung bestehen.Fehler 5: Keine Nachweise aufbewahrenSpeichern Sie E-Mails und Nachrichten. Auch Fotos des Aushangs können bei einem späteren Streit hilfreich sein.
Was sollten Sie bei einer falschen
Heizkostenabrechnung tun?
Prüfen Sie zunächst die Ablesewerte.Vergleichen Sie diese mit Ihren Unterlagen oder früheren Ablesungen. Bei Unstimmigkeiten sollten Sie die Abrechnung schriftlich beanstanden.Auch die zugrunde gelegten Schätzwerte sollten Sie überprüfen.Eine nachvollziehbare Abrechnung muss die Kosten und ihre Verteilung erkennen lassen. Der BGH hat hierzu wiederholt Anforderungen an die Nachprüfbarkeit von Betriebskostenabrechnungen formuliert.
❓ FAQ zum Ablesetermin der Heizung
Muss ich den Ableser in meine Wohnung
lassen?
Grundsätzlich müssen Sie eine notwendige Heizkostenablesung ermöglichen. Der erforderliche Wohnungszutritt gehört zur Duldungspflicht bei der Verbrauchserfassung.
Wie früh muss der Ablesetermin
angekündigt werden?
Eine starre gesetzliche Tagesfrist gibt es für den normalen Heizkostenablesetermin nicht. In der Praxis gelten etwa 10 bis 14 Tage Vorlauf als angemessene Orientierung.
Was passiert, wenn ich beim Ablesetermin
nicht da bin?
Sie sollten unverzüglich einen Ersatztermin vereinbaren. Bei wiederholter schuldhafter Verhinderung kann eine Verbrauchsschätzung nach § 9a HeizkostenV möglich werden.
Abnutzung MietwohnungNormale Abnutzung oder Schaden? So ist die Rechtslage im Mietrecht. Handelt es sich um normale Abnutzung – oder um einen ersatzpflichtigen Schaden?
SatellitenschüsselViele Mieter möchten eine eigene Satellitenschüssel installieren, um mehr Fernsehprogramme oder internationale Sender zu empfangen. Doch darf der Vermieter dies verbieten?
DübellöcherNormale Gebrauchsspuren muss ein Vermieter akzeptieren. Dazu können auch einzelne Bohrlöcher gehören. Problematisch wird es jedoch, wenn die Wände deutlich stärker verändert wurden als üblich.
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