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⚖️ Schmerzensgeld wegen Körperverletzung –

So sichern Sie Ihre Ansprüche

✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal | Aktualisiert: August 2026 Wer durch eine Körperverletzung verletzt wird, leidet oft doppelt. Schmerzen, Angst und finanzielle Folgen belasten den Alltag. Viele Betroffene wissen nicht, dass ihnen neben einer strafrechtlichen Verurteilung des Täters auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld zustehen kann. Entscheidend sind gute Beweise und schnelles Handeln. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen verständlich, wie Sie Ihre Ansprüche sichern und typische Fehler vermeiden. Haben Sie durch eine vorsätzliche oder fahrlässige Körperverletzung Schmerzen oder gesundheitliche Schäden erlitten, können Sie nach § 253 Abs. 2 BGB Schmerzensgeld verlangen. Voraussetzung ist, dass die Verletzung nachgewiesen werden kann und der Schädiger dafür verantwortlich ist.

Wann besteht Anspruch auf Schmerzensgeld?

Ein Anspruch entsteht, wenn jemand Ihre körperliche Gesundheit oder Ihre körperliche Unversehrtheit verletzt hat. Rechtsgrundlagen sind insbesondere: § 823 BGB (Schadensersatz) § 253 Abs. 2 BGB (Schmerzensgeld) Dabei spielt es keine Rolle, ob die Körperverletzung vorsätzlich oder fahrlässig erfolgte. Typische Fälle sind: Schlägereien Körperverletzung nach einer Auseinandersetzung Verletzungen durch einen Angriff im Straßenverkehr Körperverletzung in einer Gaststätte ⚽ Verletzungen durch übermäßige Gewalt bei Sportveranstaltungen Körperverletzung am Arbeitsplatz

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Damit Schmerzensgeld verlangt werden kann, müssen grundsätzlich vier Voraussetzungen vorliegen: ✅ eine Körperverletzung ✅ ein gesundheitlicher Schaden ✅ die Verantwortung des Täters ✅ ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Tat und Verletzung Je besser Sie diese Punkte belegen können, desto größer sind Ihre Erfolgsaussichten.

Welche Beweise sind besonders wichtig?

Viele Ansprüche scheitern nicht am Recht, sondern an fehlenden Beweisen. Sichern Sie deshalb möglichst früh: Fotos aller Verletzungen ärztliche Atteste Röntgen- oder MRT-Befunde Namen von Zeugen Polizeiliche Ermittlungsakten Chatverläufe oder Drohnachrichten Videoaufnahmen Je früher die Dokumentation erfolgt, desto überzeugender sind die Nachweise.

Erste Hilfe für Ihre Ansprüche – Schritt für Schritt

1. Arzt aufsuchen Lassen Sie jede Verletzung untersuchen. Selbst scheinbar harmlose Prellungen können später Beschwerden verursachen. 2. Polizei informieren Eine Strafanzeige erleichtert häufig die spätere Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche. 3. Beweise sichern Fotografieren Sie Verletzungen möglichst täglich während der Heilung. 4. Schmerzen dokumentieren Schmerzen Schlafprobleme Medikamente Arzttermine Einschränkungen im Alltag 5. Keine vorschnellen Erklärungen unterschreiben Unterschreiben Sie keine Verzichtserklärungen oder Vergleichsangebote ohne Prüfung.

Wie hoch fällt das Schmerzensgeld aus?

Eine feste Tabelle gibt es in Deutschland nicht. Die Höhe richtet sich unter anderem nach: Art der Verletzung Dauer der Schmerzen Anzahl der Operationen Krankenhausaufenthalt Dauerfolgen psychischen Belastungen Mitverschulden Bereits kleinere Verletzungen können einige hundert Euro rechtfertigen. Schwere dauerhafte Schäden können Schmerzensgelder von mehreren zehntausend Euro oder deutlich mehr auslösen.

Orientierung bei der Höhe

Verletzung Häufig Orientierung Prellung leicht einige 100 € Nasenbruch mittel ca. 1.000–3.000 € Knochenbruch schwer mehrere Tausend € Dauerschäden sehr schwer oft über 20.000 € Jeder Einzelfall wird individuell bewertet.

Diese Fehler kosten häufig viel Geld

Viele Betroffene machen vermeidbare Fehler. Dazu gehören: ❌ Arztbesuch hinauszögern ❌ Verletzungen nicht fotografieren ❌ Zeugen nicht benennen ❌ Vergleich vorschnell unterschreiben ❌ Schmerzen nicht dokumentieren ❌ Fristen verstreichen lassen Ein sorgfältig dokumentierter Fall führt häufig zu einer deutlich besseren Entschädigung.

Praxisbeispiel

Nach einer Auseinandersetzung vor einer Diskothek erlitt ein Besucher einen Nasenbeinbruch und mehrere Prellungen. Er ließ sich noch in derselben Nacht behandeln, erstattete Anzeige und fotografierte seine Verletzungen regelmäßig. Aufgrund der vollständigen Beweise konnte er erfolgreich Schmerzensgeld und weitere Schadensersatzansprüche durchsetzen.

⚖️ Aktuelles Gerichtsurteil

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Urteil vom 14.11.2023, Az. 7 U 154/22) stellte klar, dass bei schweren körperlichen Verletzungen sämtliche Folgen des Einzelfalls berücksichtigt werden müssen. Dazu zählen auch psychische Belastungen und dauerhafte Einschränkungen. Für Betroffene bedeutet das: Eine umfassende medizinische Dokumentation kann die Höhe des Schmerzensgeldes erheblich beeinflussen.

⏳ Welche Verjährungsfrist gilt?

Regelmäßig gilt die allgemeine Verjährungsfrist von drei Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem die Verletzung eingetreten ist und Sie von Täter und Schaden Kenntnis hatten. In besonderen Fällen können längere Fristen gelten.

Wichtige Fristen im Überblick

Thema Frist Grundlage Regelverjährung 3 Jahre §§ 195, 199 BGB Arzt aufsuchen sofort Beweissicherung Beweise sichern möglichst sofort Empfehlung

⚖️ Kann Schmerzensgeld auch im Strafverfahren

verlangt werden?

Ja. Sie können Ihre Ansprüche häufig bereits im Strafverfahren über ein sogenanntes Adhäsionsverfahren geltend machen. Dadurch lässt sich ein zusätzliches Zivilverfahren teilweise vermeiden.

Welche weiteren Ansprüche kommen infrage?

Neben Schmerzensgeld können unter Umständen weitere Ansprüche bestehen: Verdienstausfall Haushaltsführungsschaden Behandlungskosten Fahrtkosten Pflegekosten Zukunftsschäden Ersatz beschädigter Gegenstände Diese Ansprüche bestehen zusätzlich zum Schmerzensgeld.

❓meistgestellte Fragen

Wie lange habe ich Zeit, Schmerzensgeld wegen

Körperverletzung zu verlangen?

In der Regel drei Jahre. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem Sie von Schaden und Schädiger erfahren haben.

Muss der Täter strafrechtlich verurteilt werden?

Nein. Ein Schmerzensgeldanspruch kann auch ohne strafrechtliche Verurteilung bestehen. Entscheidend ist, dass die Voraussetzungen zivilrechtlich nachgewiesen werden.

Benötige ich einen Anwalt?

Nicht zwingend. Bei schweren Verletzungen oder hohen Forderungen ist anwaltliche Unterstützung jedoch oft sinnvoll.

Autor: Fachredaktion/ AMK-Rechtsportal

Diese Beiträge wurden von der Redaktion von AMK-Rechtsportal erstellt.

Die Inhalte basieren auf sorgfältiger Recherche von Gesetzestexten und aktueller

Rechtsprechung. Inhalte werden regelmäßig mit juristischen Quellen abgeglichen.

Unser Ziel ist es, rechtliche Themen verständlich und praxisnah darzustellen.

Geprüfte Inhalte - Verständlich und praxisnah erklärt - Regelmäßig aktualisiert

Hinweis: Die Artikel stellen keine Rechtsberatung dar.

Schwimmbad Ein Anspruch kann bestehen, wenn der Unfall auf einer Pflichtverletzung des Schwimmbadbetreibers oder einer anderen verantwortlichen Person beruht.
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Schmerzensgeld-Rechner bei Körperverletzung

Mit diesem kostenlosen Rechner können Sie eine unverbindliche Orientierung über einen möglichen Schmerzensgeldbereich erhalten.

1. Art der Verletzung

2. Ärztliche Behandlung

3. Arbeitsunfähigkeit

4. Dauerhafte Folgen

Die Berechnung dient ausschließlich einer unverbindlichen Orientierung. Die tatsächliche Höhe des Schmerzensgeldes hängt vom Einzelfall und der aktuellen Rechtsprechung ab.
AMK Onlinerechner Komplettpaket Schmerzensgeld, mit Formularen und Schmerzensgeldtabelle

⚖️ Schmerzensgeld wegen

Körperverletzung – So sichern

Sie Ihre Ansprüche

✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal | Aktualisiert: August 2026 Wer durch eine Körperverletzung verletzt wird, leidet oft doppelt. Schmerzen, Angst und finanzielle Folgen belasten den Alltag. Viele Betroffene wissen nicht, dass ihnen neben einer strafrechtlichen Verurteilung des Täters auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld zustehen kann. Entscheidend sind gute Beweise und schnelles Handeln. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen verständlich, wie Sie Ihre Ansprüche sichern und typische Fehler vermeiden. Haben Sie durch eine vorsätzliche oder fahrlässige Körperverletzung Schmerzen oder gesundheitliche Schäden erlitten, können Sie nach § 253 Abs. 2 BGB Schmerzensgeld verlangen. Voraussetzung ist, dass die Verletzung nachgewiesen werden kann und der Schädiger dafür verantwortlich ist.

Wann besteht Anspruch auf

Schmerzensgeld?

Ein Anspruch entsteht, wenn jemand Ihre körperliche Gesundheit oder Ihre körperliche Unversehrtheit verletzt hat. Rechtsgrundlagen sind insbesondere: § 823 BGB (Schadensersatz) § 253 Abs. 2 BGB (Schmerzensgeld) Dabei spielt es keine Rolle, ob die Körperverletzung vorsätzlich oder fahrlässig erfolgte. Typische Fälle sind: Schlägereien Körperverletzung nach einer Auseinandersetzung Verletzungen durch einen Angriff im Straßenverkehr Körperverletzung in einer Gaststätte ⚽ Verletzungen durch übermäßige Gewalt bei Sportveranstaltungen Körperverletzung am Arbeitsplatz

Welche Voraussetzungen müssen

erfüllt sein?

Damit Schmerzensgeld verlangt werden kann, müssen grundsätzlich vier Voraussetzungen vorliegen: ✅ eine Körperverletzung ✅ ein gesundheitlicher Schaden ✅ die Verantwortung des Täters ✅ ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Tat und Verletzung Je besser Sie diese Punkte belegen können, desto größer sind Ihre Erfolgsaussichten.

Welche Beweise sind besonders

wichtig?

Viele Ansprüche scheitern nicht am Recht, sondern an fehlenden Beweisen. Sichern Sie deshalb möglichst früh: Fotos aller Verletzungen ärztliche Atteste Röntgen- oder MRT-Befunde Namen von Zeugen Polizeiliche Ermittlungsakten Chatverläufe oder Drohnachrichten Videoaufnahmen Je früher die Dokumentation erfolgt, desto überzeugender sind die Nachweise.

Erste Hilfe für Ihre Ansprüche –

Schritt für Schritt

1. Arzt aufsuchen Lassen Sie jede Verletzung untersuchen. Selbst scheinbar harmlose Prellungen können später Beschwerden verursachen. 2. Polizei informieren Eine Strafanzeige erleichtert häufig die spätere Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche. 3. Beweise sichern Fotografieren Sie Verletzungen möglichst täglich während der Heilung. 4. Schmerzen dokumentieren Schmerzen Schlafprobleme Medikamente Arzttermine Einschränkungen im Alltag 5. Keine vorschnellen Erklärungen unterschreiben Unterschreiben Sie keine Verzichtserklärungen oder Vergleichsangebote ohne Prüfung.

Wie hoch fällt das Schmerzensgeld

aus?

Eine feste Tabelle gibt es in Deutschland nicht. Die Höhe richtet sich unter anderem nach: Art der Verletzung Dauer der Schmerzen Anzahl der Operationen Krankenhausaufenthalt Dauerfolgen psychischen Belastungen Mitverschulden Bereits kleinere Verletzungen können einige hundert Euro rechtfertigen. Schwere dauerhafte Schäden können Schmerzensgelder von mehreren zehntausend Euro oder deutlich mehr auslösen.

Orientierung bei der Höhe

Verletzung Häufig Orientierung Prellung leicht einige 100 € Nasenbruch mittel ca. 1.000–3.000 € Knochenbruch schwer mehrere Tausend € Dauerschäden sehr schwer oft über 20.000 € Jeder Einzelfall wird individuell bewertet.

Diese Fehler kosten häufig viel Geld

Viele Betroffene machen vermeidbare Fehler. Dazu gehören: ❌ Arztbesuch hinauszögern ❌ Verletzungen nicht fotografieren ❌ Zeugen nicht benennen ❌ Vergleich vorschnell unterschreiben ❌ Schmerzen nicht dokumentieren ❌ Fristen verstreichen lassen Ein sorgfältig dokumentierter Fall führt häufig zu einer deutlich besseren Entschädigung.

Praxisbeispiel

Nach einer Auseinandersetzung vor einer Diskothek erlitt ein Besucher einen Nasenbeinbruch und mehrere Prellungen. Er ließ sich noch in derselben Nacht behandeln, erstattete Anzeige und fotografierte seine Verletzungen regelmäßig. Aufgrund der vollständigen Beweise konnte er erfolgreich Schmerzensgeld und weitere Schadensersatzansprüche durchsetzen.

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Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Urteil vom 14.11.2023, Az. 7 U 154/22) stellte klar, dass bei schweren körperlichen Verletzungen sämtliche Folgen des Einzelfalls berücksichtigt werden müssen. Dazu zählen auch psychische Belastungen und dauerhafte Einschränkungen. Für Betroffene bedeutet das: Eine umfassende medizinische Dokumentation kann die Höhe des Schmerzensgeldes erheblich beeinflussen.

⏳ Welche Verjährungsfrist gilt?

Regelmäßig gilt die allgemeine Verjährungsfrist von drei Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem die Verletzung eingetreten ist und Sie von Täter und Schaden Kenntnis hatten. In besonderen Fällen können längere Fristen gelten.

Wichtige Fristen im Überblick

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⚖️ Kann Schmerzensgeld auch im

Strafverfahren verlangt werden?

Ja. Sie können Ihre Ansprüche häufig bereits im Strafverfahren über ein sogenanntes Adhäsionsverfahren geltend machen. Dadurch lässt sich ein zusätzliches Zivilverfahren teilweise vermeiden.

Welche weiteren Ansprüche kommen

infrage?

Neben Schmerzensgeld können unter Umständen weitere Ansprüche bestehen: Verdienstausfall Haushaltsführungsschaden Behandlungskosten Fahrtkosten Pflegekosten Zukunftsschäden Ersatz beschädigter Gegenstände Diese Ansprüche bestehen zusätzlich zum Schmerzensgeld.

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Wie lange habe ich Zeit, Schmerzensgeld

wegen Körperverletzung zu verlangen?

In der Regel drei Jahre. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem Sie von Schaden und Schädiger erfahren haben.

Muss der Täter strafrechtlich verurteilt

werden?

Nein. Ein Schmerzensgeldanspruch kann auch ohne strafrechtliche Verurteilung bestehen. Entscheidend ist, dass die Voraussetzungen zivilrechtlich nachgewiesen werden.

Benötige ich einen Anwalt?

Nicht zwingend. Bei schweren Verletzungen oder hohen Forderungen ist anwaltliche Unterstützung jedoch oft sinnvoll.
Schwimmbad Ein Anspruch kann bestehen, wenn der Unfall auf einer Pflichtverletzung des Schwimmbadbetreibers oder einer anderen verantwortlichen Person beruht.
Hundebiss Wurden Sie durch einen Hund gebissen, können Sie vom Hundehalter grundsätzlich Schmerzensgeld verlangen.
Autounfall Auch wenn Sie den Unfall teilweise mitverursacht haben, kann ein Anspruch bestehen.

Schmerzensgeld-Rechner bei Körperverletzung

Mit diesem kostenlosen Rechner können Sie eine unverbindliche Orientierung über einen möglichen Schmerzensgeldbereich erhalten.

1. Art der Verletzung

2. Ärztliche Behandlung

3. Arbeitsunfähigkeit

4. Dauerhafte Folgen

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