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BÜRGERGELD
Icon Kategorie Ein Formular, Geld und ein Kugelschreiber liegen auf einem Schreibtisch

Schmerzensgeld bei psychischen Schäden –

Wann besteht ein Anspruch?

Das Wichtigste in Kürze

✔ Schmerzensgeld kann auch bei psychischen Verletzungen bestehen. ✔ Normale Trauer nach dem Tod eines Angehörigen reicht in der Regel nicht aus. ✔ Ein Anspruch kann bestehen, wenn eine ärztlich festgestellte psychische Erkrankung (z. B. eine posttraumatische Belastungsstörung oder Depression) vorliegt. ✔ Nahe Angehörige können unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich Anspruch auf Hinterbliebenengeld haben. ✔ Die Höhe richtet sich immer nach den Umständen des Einzelfalls.

⚖️ Wann gibt es Schmerzensgeld für psychische Schäden?

Schmerzensgeld wird nicht nur bei körperlichen Verletzungen gezahlt. Auch erhebliche psychische Beeinträchtigungen können einen Anspruch begründen. Voraussetzung ist regelmäßig, dass eine medizinisch nachweisbare Gesundheitsverletzung vorliegt. Dazu gehören beispielsweise: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) Depression Angststörungen schwere Schlafstörungen Anpassungsstörungen sonstige behandlungsbedürftige psychische Erkrankungen Reine Trauer, Betroffenheit oder Kummer reichen dagegen meist nicht aus.

⚖️ Rechtsgrundlagen

§ 253 Abs. 2 BGB (Schmerzensgeld) § 823 BGB (Schadensersatz) § 844 Abs. 3 BGB (Hinterbliebenengeld)

⚖️ Gerichtsurteil

/ LG Amberg, Urteil vom 19.12.2025 – Az. 21 O 56/25

Das Landgericht Amberg hat entschieden, dass eine enge Freundschaft allein keinen Anspruch auf Hinterbliebenengeld oder Schmerzensgeld wegen eines Schockschadens begründet. Ein Anspruch setzt regelmäßig ein besonders enges persönliches Näheverhältnis – etwa zwischen Ehegatten, Lebenspartnern, Eltern und Kindern – sowie bei einem Schockschaden eine nachweisbare psychische Gesundheitsverletzung mit Krankheitswert voraus. Zudem stellte das Gericht klar, dass Hinterbliebenengeld und Schmerzensgeld wegen eines Schockschadens unterschiedliche Ansprüche sind und nicht nebeneinander für denselben immateriellen Schaden geltend gemacht werden können.

❓ Häufige Fragen (FAQ)

Wann besteht Anspruch auf Schmerzensgeld wegen psychischer

Schäden?

Ein Anspruch auf Schmerzensgeld kann bestehen, wenn durch das Verhalten einer anderen Person eine nachweisbare psychische Gesundheitsverletzung mit Krankheitswert entstanden ist. Reine Trauer oder allgemeine seelische Belastungen reichen in der Regel nicht aus.

Was ist ein Schockschaden?

Ein Schockschaden ist eine psychische Erkrankung, die beispielsweise nach dem Tod oder der schweren Verletzung eines nahen Angehörigen auftreten kann. Voraussetzung ist, dass die psychische Beeinträchtigung medizinisch nachweisbar ist und über die normale Trauerreaktion hinausgeht.

Gibt es Schmerzensgeld bei einer Depression oder

posttraumatischen Belastungsstörung?

Ja. Führt ein Unfall, eine Straftat oder ein anderes schädigendes Ereignis zu einer diagnostizierten Depression oder einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Schmerzensgeld bestehen.

Was ist der Unterschied zwischen Schmerzensgeld und

Hinterbliebenengeld?

Schmerzensgeld dient dem Ausgleich einer eigenen körperlichen oder psychischen Gesundheitsverletzung. Das Hinterbliebenengeld soll dagegen das seelische Leid naher Angehöriger nach dem Tod eines Familienmitglieds angemessen entschädigen und setzt keinen medizinisch nachgewiesenen Schockschaden voraus.

Wie wird die Höhe des Schmerzensgeldes bestimmt?

Die Höhe richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls. Berücksichtigt werden unter anderem die Schwere der psychischen Erkrankung, die Dauer der Behandlung, mögliche Folgeschäden sowie die Auswirkungen auf das berufliche und private Leben.
Unfall im Schwimmbad Je nach Ursache des Unfalls kann der Betreiber des Schwimmbades, die Gemeinde, ein Hotel oder eine andere verantwortliche Person haften. Entscheidend ist, ob eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorliegt.
Viele Leser interessieren sich anschließend auch für:
Missbrauch Sexueller Missbrauch hinterlässt oft tiefe seelische und körperliche Folgen. Neben der strafrechtlichen Aufarbeitung besteht häufig auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld.
Skiunfall Kommt es auf der Skipiste zu einem Zusammenstoß, stellt sich häufig die Frage, wer für den entstandenen Schaden haftet. Unter bestimmten Voraussetzungen können Verletzte Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen.

Autor: Fachredaktion/ Reise- AMK-Rechtsportal

aktualisiert: Juli 2026 –

Diese Beiträge wurden von der Redaktion von AMK-Rechtsportal erstellt.

Die Inhalte basieren auf sorgfältiger Recherche von Gesetzestexten und aktueller

Rechtsprechung. Inhalte werden regelmäßig mit juristischen Quellen abgeglichen.

Unser Ziel ist es, rechtliche Themen verständlich und praxisnah darzustellen.

Geprüfte Inhalte - Verständlich und praxisnah erklärt - Regelmäßig aktualisiert

Hinweis: Die Artikel stellen keine Rechtsberatung dar.

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Schmerzensgeld bei

psychischen Schäden – Wann

besteht ein Anspruch?

Das Wichtigste in Kürze

✔ Schmerzensgeld kann auch bei psychischen Verletzungen bestehen. ✔ Normale Trauer nach dem Tod eines Angehörigen reicht in der Regel nicht aus. ✔ Ein Anspruch kann bestehen, wenn eine ärztlich festgestellte psychische Erkrankung (z. B. eine posttraumatische Belastungsstörung oder Depression) vorliegt. ✔ Nahe Angehörige können unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich Anspruch auf Hinterbliebenengeld haben. ✔ Die Höhe richtet sich immer nach den Umständen des Einzelfalls.

⚖️ Wann gibt es Schmerzensgeld für

psychische Schäden?

Schmerzensgeld wird nicht nur bei körperlichen Verletzungen gezahlt. Auch erhebliche psychische Beeinträchtigungen können einen Anspruch begründen. Voraussetzung ist regelmäßig, dass eine medizinisch nachweisbare Gesundheitsverletzung vorliegt. Dazu gehören beispielsweise: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) Depression Angststörungen schwere Schlafstörungen Anpassungsstörungen sonstige behandlungsbedürftige psychische Erkrankungen Reine Trauer, Betroffenheit oder Kummer reichen dagegen meist nicht aus.

⚖️ Rechtsgrundlagen

§ 253 Abs. 2 BGB (Schmerzensgeld) § 823 BGB (Schadensersatz) § 844 Abs. 3 BGB (Hinterbliebenengeld)

⚖️ Gerichtsurteil

/ LG Amberg, Urteil vom 19.12.2025 – Az. 21 O

56/25

Das Landgericht Amberg hat entschieden, dass eine enge Freundschaft allein keinen Anspruch auf Hinterbliebenengeld oder Schmerzensgeld wegen eines Schockschadens begründet. Ein Anspruch setzt regelmäßig ein besonders enges persönliches Näheverhältnis – etwa zwischen Ehegatten, Lebenspartnern, Eltern und Kindern – sowie bei einem Schockschaden eine nachweisbare psychische Gesundheitsverletzung mit Krankheitswert voraus. Zudem stellte das Gericht klar, dass Hinterbliebenengeld und Schmerzensgeld wegen eines Schockschadens unterschiedliche Ansprüche sind und nicht nebeneinander für denselben immateriellen Schaden geltend gemacht werden können.

❓ Häufige Fragen (FAQ)

Wann besteht Anspruch auf Schmerzensgeld

wegen psychischer Schäden?

Ein Anspruch auf Schmerzensgeld kann bestehen, wenn durch das Verhalten einer anderen Person eine nachweisbare psychische Gesundheitsverletzung mit Krankheitswert entstanden ist. Reine Trauer oder allgemeine seelische Belastungen reichen in der Regel nicht aus.

Was ist ein Schockschaden?

Ein Schockschaden ist eine psychische Erkrankung, die beispielsweise nach dem Tod oder der schweren Verletzung eines nahen Angehörigen auftreten kann. Voraussetzung ist, dass die psychische Beeinträchtigung medizinisch nachweisbar ist und über die normale Trauerreaktion hinausgeht.

Gibt es Schmerzensgeld bei einer

Depression oder posttraumatischen

Belastungsstörung?

Ja. Führt ein Unfall, eine Straftat oder ein anderes schädigendes Ereignis zu einer diagnostizierten Depression oder einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Schmerzensgeld bestehen.

Was ist der Unterschied zwischen

Schmerzensgeld und

Hinterbliebenengeld?

Schmerzensgeld dient dem Ausgleich einer eigenen körperlichen oder psychischen Gesundheitsverletzung. Das Hinterbliebenengeld soll dagegen das seelische Leid naher Angehöriger nach dem Tod eines Familienmitglieds angemessen entschädigen und setzt keinen medizinisch nachgewiesenen Schockschaden voraus.

Wie wird die Höhe des Schmerzensgeldes

bestimmt?

Die Höhe richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls. Berücksichtigt werden unter anderem die Schwere der psychischen Erkrankung, die Dauer der Behandlung, mögliche Folgeschäden sowie die Auswirkungen auf das berufliche und private Leben.
Unfall im Schwimmbad Je nach Ursache des Unfalls kann der Betreiber des Schwimmbades, die Gemeinde, ein Hotel oder eine andere verantwortliche Person haften. Entscheidend ist, ob eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorliegt.
Missbrauch Sexueller Missbrauch hinterlässt oft tiefe seelische und körperliche Folgen. Neben der strafrechtlichen Aufarbeitung besteht häufig auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld.
Skiunfall Kommt es auf der Skipiste zu einem Zusammenstoß, stellt sich häufig die Frage, wer für den entstandenen Schaden haftet. Unter bestimmten Voraussetzungen können Verletzte Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen.

Autor: Fachredaktion/ Reise- AMK-Rechtsportal

aktualisiert: Juli 2026 –

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