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⚖️ Vorvertrag Berufsausbildung – Vorlage zum Ausfüllen

✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal / Aktualisiert: Oktober 2026

•

Ein Vorvertrag kann die geplante spätere Ausbildung schriftlich festhalten.

•

Er ersetzt nicht automatisch den eigentlichen Berufsausbildungsvertrag.

•

Der spätere Ausbildungsvertrag sollte rechtzeitig abgeschlossen werden.

•

Bei Minderjährigen können die gesetzlichen Vertreter beteiligt sein.

•

Unklare Zusagen können später zu Streit führen.

•

Vereinbarte Daten und Bedingungen sollten deshalb möglichst genau feststehen.

•

Für den eigentlichen Ausbildungsvertrag gelten die Vorgaben des

Berufsbildungsgesetzes.

⚖️ Was ist ein Vorvertrag für eine Berufsausbildung?

Ein Vorvertrag hält eine geplante Berufsausbildung schriftlich fest.

Er kann sinnvoll sein, wenn der eigentliche Ausbildungsvertrag noch nicht abgeschlossen wird.

Beide Seiten können damit dokumentieren, welche Ausbildung später vorgesehen ist.

Das schafft Klarheit.

Der Begriff „Vorvertrag“ bezeichnet allerdings keinen eigenen Vertragstyp des

Berufsbildungsgesetzes. Für das tatsächliche Berufsausbildungsverhältnis gelten die

besonderen Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes.

Nach § 10 BBiG muss der Ausbildungsbetrieb mit dem Auszubildenden einen

Berufsausbildungsvertrag schließen.

Der Vorvertrag sollte deshalb klar erkennen lassen, dass anschließend noch der eigentliche

Ausbildungsvertrag geschlossen werden soll.

Wann kann ein Vorvertrag sinnvoll sein?

Ein Vorvertrag kann beispielsweise genutzt werden, wenn bereits eine Ausbildungszusage

besteht.

Der endgültige Ausbildungsvertrag soll jedoch erst später erstellt werden.

Beispiel aus der Praxis

Max bewirbt sich um einen Ausbildungsplatz zum Kaufmann für Büromanagement. Der Betrieb

möchte ihn einstellen. Einige organisatorische Fragen sind aber noch offen.

Beide Seiten möchten die geplante Ausbildung trotzdem schriftlich festhalten.

Sie vereinbaren deshalb schriftlich den vorgesehenen Ausbildungsberuf, den geplanten Beginn

und weitere Eckdaten.

Später schließen sie den eigentlichen Berufsausbildungsvertrag.

⚠️ Vorvertrag und Ausbildungsvertrag sind nicht dasselbe

Hier passieren häufig Missverständnisse.

Der Vorvertrag sollte nicht den Eindruck erwecken, er erfülle automatisch sämtliche

Anforderungen an den späteren Ausbildungsvertrag.

§ 11 BBiG nennt zahlreiche Angaben für die Vertragsabfassung. Dazu gehören beispielsweise

Ausbildungsberuf, Beginn und Dauer, Ausbildungsstätte, Arbeitszeit, Probezeit, Vergütung und

Urlaub.

Typische Angaben im späteren Ausbildungsvertrag

•

Ausbildungsberuf

•

Beginn und Dauer der Ausbildung

•

Ausbildungsstätte

•

tägliche Ausbildungszeit

•

Probezeit

•

Ausbildungsvergütung

•

Urlaub

•

Ausbildungsnachweis

•

Voraussetzungen für eine Kündigung

•

weitere gesetzlich erforderliche Angaben

Der Vorvertrag sollte deshalb nicht unnötig umfangreich formuliert werden. Er sollte vor allem

eindeutig sein.

⚖️ Welche rechtliche Bedeutung hat ein Vorvertrag?

Ein Vertrag kann grundsätzlich verbindliche Pflichten begründen.

Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt in § 311 BGB die Entstehung von Schuldverhältnissen

durch Verträge. Auch Vertragsverhandlungen können bereits bestimmte Pflichten auslösen.

Bei einem Vorvertrag kommt es deshalb besonders auf den konkreten Inhalt an.

Entscheidend ist beispielsweise:

•

Was haben die Parteien genau vereinbart?

•

Ist ein konkreter Ausbildungsbeginn genannt?

•

Ist der Ausbildungsbetrieb eindeutig bezeichnet?

•

Ist der Ausbildungsberuf festgelegt?

•

✍️ Haben beide Seiten unterschrieben?

•

⚠️ Gibt es Bedingungen oder Vorbehalte?

Ein pauschales Versprechen wie „Wir werden dich später ausbilden“ lässt mehr Fragen offen.

Eine konkrete Vereinbarung schafft dagegen deutlich mehr Klarheit.

Welche Angaben sollte die Vorlage enthalten?

Eine gute Vorlage sollte die wichtigsten Eckpunkte erfassen.

Angaben zum Ausbildungsbetrieb

Tragen Sie den vollständigen Namen und die Anschrift des Betriebs ein. Bei Unternehmen

sollte möglichst auch die genaue Bezeichnung des Unternehmens verwendet werden.

Angaben zum künftigen Auszubildenden

Erforderlich sind insbesondere:

•

Name

•

Anschrift

•

Geburtsdatum

•

Kontaktdaten

Bei Minderjährigen sollten die gesetzlichen Vertreter berücksichtigt werden.

Geplanter Ausbildungsberuf

Der Ausbildungsberuf sollte möglichst genau bezeichnet werden. Vermeiden Sie allgemeine

Angaben wie „Ausbildung im kaufmännischen Bereich“. Besser ist die konkrete Bezeichnung

des Ausbildungsberufs.

Geplanter Ausbildungsbeginn

Auch der vorgesehene Beginn sollte eingetragen werden. Wenn das Datum noch nicht

endgültig feststeht, sollte die Vorlage dies ausdrücklich kennzeichnen.

Beispiel:

„Die Ausbildung soll voraussichtlich am [Datum] beginnen.“

⚠️ Diese Fehler sollten Sie vermeiden

❌ Einen Vorvertrag als endgültigen Ausbildungsvertrag bezeichnen

Das kann zu unnötigen Missverständnissen führen. Die Vorlage sollte klar zwischen

Vorvereinbarung und Berufsausbildungsvertrag unterscheiden.

❌ Wichtige Bedingungen nicht erwähnen

Wenn die spätere Ausbildung von einer bestimmten Voraussetzung abhängt, gehört diese in

die Vereinbarung.

Beispiel:

„Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt der Vorlage des erforderlichen Schulabschlusses.“

❌ Nur mündliche Zusagen treffen

Mündliche Absprachen lassen sich später schwieriger nachweisen. Eine schriftliche

Vereinbarung schafft zumindest eine nachvollziehbare Dokumentation.

❌ Unklare Formulierungen verwenden

„Demnächst“, „bald“ oder „voraussichtlich später“ helfen wenig. Besser sind konkrete Daten

oder klar formulierte Bedingungen.

❌ Den eigentlichen Ausbildungsvertrag vergessen

Der Vorvertrag sollte nicht dazu führen, dass der eigentliche Ausbildungsvertrag zu spät erstellt

wird. Nach § 11 BBiG muss der wesentliche Vertragsinhalt spätestens vor Beginn der

Berufsausbildung in Textform vorliegen.

Was gilt bei Minderjährigen?

Ist der künftige Auszubildende minderjährig, müssen die gesetzlichen Vertreter berücksichtigt

werden. Die IHK Region Stuttgart weist darauf hin, dass bei Minderjährigen der

Berufsausbildungsvertrag von den Sorgeberechtigten mit unterzeichnet werden muss.

Für einen Vorvertrag sollte deshalb ebenfalls geprüft werden, welche Personen beteiligt werden

müssen.

Praxistipp: Vereinbarung ordentlich aufbewahren

Eine unterschriebene Vereinbarung sollte nicht einfach im E-Mail-Postfach verschwinden.

Bewahren Sie eine vollständige Fassung auf.

Sinnvoll sind:

�� unterschriebene Kopie

�� E-Mail mit dem Dokument

�� Datum der Unterzeichnung

�� Anlagen zur Vereinbarung

�� spätere Änderungen

Bei einer elektronischen Übersendung sollte die endgültige Fassung gespeichert werden. So

lässt sich später leichter nachvollziehen, was vereinbart wurde.

Hinweis: Die Vorlage stellt keine individuelle Rechtsberatung dar und ersetzt keine Beratung

durch einen Rechtsanwalt. Prüfen Sie die Vereinbarung vor der Verwendung auf Ihren

konkreten Einzelfall.

⚖️ Gesetzliche Grundlagen

Für die Berufsausbildung sind insbesondere die Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes

relevant.

§ 10 BBiG – Vertrag

§ 10 BBiG verpflichtet den Ausbildenden zum Abschluss eines Berufsausbildungsvertrages.

§ 11 BBiG – Vertragsabfassung

§ 11 BBiG regelt die wesentlichen Angaben, die der Ausbildende spätestens vor Beginn der

Ausbildung in Textform festhalten muss.

§ 12 BBiG – Nichtige Vereinbarungen

§ 12 BBiG enthält Regelungen zu unzulässigen Vereinbarungen im

Berufsausbildungsverhältnis. Dazu gehören unter anderem Vertragsstrafen und bestimmte

Kostenvereinbarungen.

§ 311 BGB – Schuldverhältnisse

§ 311 BGB enthält allgemeine Regeln zur Begründung von Schuldverhältnissen durch

Verträge.

❓ Häufige Fragen zum Vorvertrag Berufsausbildung

❓ Ist ein Vorvertrag zur Ausbildung Pflicht?

Nein. Das Berufsbildungsgesetz schreibt keinen besonderen „Vorvertrag“ vor. Pflicht ist der

Berufsausbildungsvertrag nach § 10 BBiG.

Ersetzt der Vorvertrag den Ausbildungsvertrag?

Nein, nicht automatisch. Der eigentliche Berufsausbildungsvertrag muss die gesetzlichen

Anforderungen erfüllen.

Kann ein Vorvertrag verbindlich sein?

Das hängt vom konkreten Inhalt der Vereinbarung ab. Entscheidend sind unter anderem die

vereinbarten Pflichten, Bedingungen und Formulierungen.

Muss ein Vorvertrag schriftlich abgeschlossen werden?

Eine schriftliche Fassung ist für die Nachvollziehbarkeit sinnvoll. Sie hält fest, was die

Beteiligten tatsächlich vereinbart haben.

Können Minderjährige einen solchen Vertrag unterschreiben?

Bei Minderjährigen müssen die gesetzlichen Vertreter berücksichtigt werden. Welche

Unterschriften konkret erforderlich sind, hängt vom Einzelfall ab.

Was muss später im Ausbildungsvertrag stehen?

§ 11 BBiG nennt zahlreiche Pflichtangaben. Dazu gehören unter anderem Ausbildungsberuf,

Beginn, Dauer, Ausbildungsstätte, Arbeitszeit, Probezeit, Vergütung und Urlaub.

Was passiert, wenn der Ausbildungsbetrieb später keinen Vertrag abschließt?

Das hängt von den konkreten Umständen und vom Inhalt der vorherigen Vereinbarung ab. Bei

einem Streit kann deshalb eine rechtliche Prüfung des konkreten Dokuments sinnvoll sein.

Kurz-Check: Ist ein Vorvertrag sinnvoll?

Beantworten Sie vier kurze Fragen. Danach erhalten Sie eine erste Orientierung.

1. Wurde Ihnen der Ausbildungsplatz bereits zugesagt?
2. Haben Sie bereits einen Ausbildungsvertrag erhalten?
3. Ist der Ausbildungsbeginn bereits fest vereinbart?
4. Möchten Sie die getroffene Vereinbarung schriftlich festhalten?

Hinweis: Dieser Kurz-Check dient nur zur ersten Orientierung. Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

Autor: FachRedaktion AMK-Rechtsportal

Diese Beiträge wurden von der Redaktion von AMK-Rechtsportal erstellt.

Die Inhalte basieren auf sorgfältiger Recherche von Gesetzestexten und aktuel-

ler Rechtsprechung. Inhalte werden regelmäßig mit juristischen Quellen

abgeglichen.

Unser Ziel ist es, rechtliche Themen verständlich und praxisnah darzustellen.

Geprüfte Inhalte - Verständlich und praxisnah erklärt - Regelmäßig aktualisiert

Hinweis: Die Artikel stellen keine Rechtsberatung dar.

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⚖️ Vorvertrag

Berufsausbildung – Vorlage

zum Ausfüllen

✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal / Aktualisiert: Oktober 2026

•

Ein Vorvertrag kann die geplante spätere

Ausbildung schriftlich festhalten.

•

Er ersetzt nicht automatisch den eigentlichen

Berufsausbildungsvertrag.

•

Der spätere Ausbildungsvertrag sollte

rechtzeitig abgeschlossen werden.

•

Bei Minderjährigen können die gesetzlichen

Vertreter beteiligt sein.

•

Unklare Zusagen können später zu Streit

führen.

•

Vereinbarte Daten und Bedingungen sollten

deshalb möglichst genau feststehen.

•

Für den eigentlichen Ausbildungsvertrag gelten

die Vorgaben des Berufsbildungsgesetzes.

⚖️ Was ist ein Vorvertrag für eine

Berufsausbildung?

Ein Vorvertrag hält eine geplante Berufsausbildung

schriftlich fest.

Er kann sinnvoll sein, wenn der eigentliche

Ausbildungsvertrag noch nicht abgeschlossen

wird. Beide Seiten können damit dokumentieren,

welche Ausbildung später vorgesehen ist.

Das schafft Klarheit.

Der Begriff „Vorvertrag“ bezeichnet allerdings

keinen eigenen Vertragstyp des

Berufsbildungsgesetzes. Für das tatsächliche

Berufsausbildungsverhältnis gelten die

besonderen Vorschriften des

Berufsbildungsgesetzes.

Nach § 10 BBiG muss der Ausbildungsbetrieb mit

dem Auszubildenden einen

Berufsausbildungsvertrag schließen.

Der Vorvertrag sollte deshalb klar erkennen

lassen, dass anschließend noch der eigentliche

Ausbildungsvertrag geschlossen werden soll.

Wann kann ein Vorvertrag sinnvoll

sein?

Ein Vorvertrag kann beispielsweise genutzt

werden, wenn bereits eine Ausbildungszusage

besteht.

Der endgültige Ausbildungsvertrag soll jedoch erst

später erstellt werden.

Beispiel aus der Praxis

Max bewirbt sich um einen Ausbildungsplatz zum

Kaufmann für Büromanagement. Der Betrieb

möchte ihn einstellen. Einige organisatorische

Fragen sind aber noch offen.

Beide Seiten möchten die geplante Ausbildung

trotzdem schriftlich festhalten.

Sie vereinbaren deshalb schriftlich den

vorgesehenen Ausbildungsberuf, den geplanten

Beginn und weitere Eckdaten.

Später schließen sie den eigentlichen

Berufsausbildungsvertrag.

⚠️ Vorvertrag und

Ausbildungsvertrag sind nicht

dasselbe

Hier passieren häufig Missverständnisse.

Der Vorvertrag sollte nicht den Eindruck erwecken,

er erfülle automatisch sämtliche Anforderungen an

den späteren Ausbildungsvertrag.

§ 11 BBiG nennt zahlreiche Angaben für die

Vertragsabfassung. Dazu gehören beispielsweise

Ausbildungsberuf, Beginn und Dauer,

Ausbildungsstätte, Arbeitszeit, Probezeit,

Vergütung und Urlaub.

Typische Angaben im späteren

Ausbildungsvertrag

•

Ausbildungsberuf

•

Beginn und Dauer der Ausbildung

•

Ausbildungsstätte

•

tägliche Ausbildungszeit

•

Probezeit

•

Ausbildungsvergütung

•

Urlaub

•

Ausbildungsnachweis

•

Voraussetzungen für eine Kündigung

•

weitere gesetzlich erforderliche Angaben

Der Vorvertrag sollte deshalb nicht unnötig

umfangreich formuliert werden. Er sollte vor allem

eindeutig sein.

⚖️ Welche rechtliche Bedeutung hat ein

Vorvertrag?

Ein Vertrag kann grundsätzlich verbindliche

Pflichten begründen.

Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt in § 311 BGB

die Entstehung von Schuldverhältnissen durch

Verträge. Auch Vertragsverhandlungen können

bereits bestimmte Pflichten auslösen.

Bei einem Vorvertrag kommt es deshalb

besonders auf den konkreten Inhalt an.

Entscheidend ist beispielsweise:

•

Was haben die Parteien genau vereinbart?

•

Ist ein konkreter Ausbildungsbeginn genannt?

•

Ist der Ausbildungsbetrieb eindeutig

bezeichnet?

•

Ist der Ausbildungsberuf festgelegt?

•

✍️ Haben beide Seiten unterschrieben?

•

⚠️ Gibt es Bedingungen oder Vorbehalte?

Ein pauschales Versprechen wie „Wir werden dich

später ausbilden“ lässt mehr Fragen offen.

Eine konkrete Vereinbarung schafft dagegen

deutlich mehr Klarheit.

Welche Angaben sollte die Vorlage

enthalten?

Eine gute Vorlage sollte die wichtigsten Eckpunkte

erfassen.

Angaben zum Ausbildungsbetrieb

Tragen Sie den vollständigen Namen und die

Anschrift des Betriebs ein. Bei Unternehmen sollte

möglichst auch die genaue Bezeichnung des

Unternehmens verwendet werden.

Angaben zum künftigen Auszubildenden

Erforderlich sind insbesondere:

•

Name

•

Anschrift

•

Geburtsdatum

•

Kontaktdaten

Bei Minderjährigen sollten die gesetzlichen

Vertreter berücksichtigt werden.

Geplanter Ausbildungsberuf

Der Ausbildungsberuf sollte möglichst genau

bezeichnet werden. Vermeiden Sie allgemeine

Angaben wie „Ausbildung im kaufmännischen

Bereich“. Besser ist die konkrete Bezeichnung des

Ausbildungsberufs.

Geplanter Ausbildungsbeginn

Auch der vorgesehene Beginn sollte eingetragen

werden. Wenn das Datum noch nicht endgültig

feststeht, sollte die Vorlage dies ausdrücklich

kennzeichnen.

Beispiel:

„Die Ausbildung soll voraussichtlich am [Datum]

beginnen.“

⚠️ Diese Fehler sollten Sie

vermeiden

❌ Einen Vorvertrag als endgültigen

Ausbildungsvertrag bezeichnen

Das kann zu unnötigen Missverständnissen

führen. Die Vorlage sollte klar zwischen

Vorvereinbarung und Berufsausbildungsvertrag

unterscheiden.

❌ Wichtige Bedingungen nicht erwähnen

Wenn die spätere Ausbildung von einer

bestimmten Voraussetzung abhängt, gehört diese

in die Vereinbarung.

Beispiel:

„Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt der

Vorlage des erforderlichen Schulabschlusses.“

❌ Nur mündliche Zusagen treffen

Mündliche Absprachen lassen sich später

schwieriger nachweisen. Eine schriftliche

Vereinbarung schafft zumindest eine

nachvollziehbare Dokumentation.

❌ Unklare Formulierungen verwenden

„Demnächst“, „bald“ oder „voraussichtlich später“

helfen wenig. Besser sind konkrete Daten oder

klar formulierte Bedingungen.

❌ Den eigentlichen Ausbildungsvertrag

vergessen

Der Vorvertrag sollte nicht dazu führen, dass der

eigentliche Ausbildungsvertrag zu spät erstellt

wird. Nach § 11 BBiG muss der wesentliche

Vertragsinhalt spätestens vor Beginn der

Berufsausbildung in Textform vorliegen.

Was gilt bei Minderjährigen?

Ist der künftige Auszubildende minderjährig,

müssen die gesetzlichen Vertreter berücksichtigt

werden. Die IHK Region Stuttgart weist darauf hin,

dass bei Minderjährigen der

Berufsausbildungsvertrag von den

Sorgeberechtigten mit unterzeichnet werden

muss.

Für einen Vorvertrag sollte deshalb ebenfalls

geprüft werden, welche Personen beteiligt werden

müssen.

Praxistipp: Vereinbarung ordentlich

aufbewahren

Eine unterschriebene Vereinbarung sollte nicht

einfach im E-Mail-Postfach verschwinden.

Bewahren Sie eine vollständige Fassung auf.

Sinnvoll sind:

�� unterschriebene Kopie

�� E-Mail mit dem Dokument

�� Datum der Unterzeichnung

�� Anlagen zur Vereinbarung

�� spätere Änderungen

Bei einer elektronischen Übersendung sollte die

endgültige Fassung gespeichert werden. So lässt

sich später leichter nachvollziehen, was vereinbart

wurde.

Hinweis: Die Vorlage stellt keine individuelle

Rechtsberatung dar und ersetzt keine Beratung

durch einen Rechtsanwalt. Prüfen Sie die

Vereinbarung vor der Verwendung auf Ihren

konkreten Einzelfall.

⚖️ Gesetzliche Grundlagen

Für die Berufsausbildung sind insbesondere die

Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes relevant.

§ 10 BBiG – Vertrag

§ 10 BBiG verpflichtet den Ausbildenden zum

Abschluss eines Berufsausbildungsvertrages.

§ 11 BBiG – Vertragsabfassung

§ 11 BBiG regelt die wesentlichen Angaben, die

der Ausbildende spätestens vor Beginn der

Ausbildung in Textform festhalten muss.

§ 12 BBiG – Nichtige Vereinbarungen

§ 12 BBiG enthält Regelungen zu unzulässigen

Vereinbarungen im Berufsausbildungsverhältnis.

Dazu gehören unter anderem Vertragsstrafen und

bestimmte Kostenvereinbarungen.

§ 311 BGB – Schuldverhältnisse

§ 311 BGB enthält allgemeine Regeln zur

Begründung von Schuldverhältnissen durch

Verträge.

❓ Häufige Fragen zum Vorvertrag

Berufsausbildung

❓ Ist ein Vorvertrag zur Ausbildung

Pflicht?

Nein. Das Berufsbildungsgesetz schreibt keinen

besonderen „Vorvertrag“ vor. Pflicht ist der

Berufsausbildungsvertrag nach § 10 BBiG.

Ersetzt der Vorvertrag den

Ausbildungsvertrag?

Nein, nicht automatisch. Der eigentliche

Berufsausbildungsvertrag muss die gesetzlichen

Anforderungen erfüllen.

Kann ein Vorvertrag verbindlich sein?

Das hängt vom konkreten Inhalt der Vereinbarung

ab. Entscheidend sind unter anderem die

vereinbarten Pflichten, Bedingungen und

Formulierungen.

Muss ein Vorvertrag schriftlich

abgeschlossen werden?

Eine schriftliche Fassung ist für die

Nachvollziehbarkeit sinnvoll. Sie hält fest, was die

Beteiligten tatsächlich vereinbart haben.

Können Minderjährige einen solchen

Vertrag unterschreiben?

Bei Minderjährigen müssen die gesetzlichen

Vertreter berücksichtigt werden. Welche

Unterschriften konkret erforderlich sind, hängt vom

Einzelfall ab.

Was muss später im Ausbildungsvertrag

stehen?

§ 11 BBiG nennt zahlreiche Pflichtangaben. Dazu

gehören unter anderem Ausbildungsberuf, Beginn,

Dauer, Ausbildungsstätte, Arbeitszeit, Probezeit,

Vergütung und Urlaub.

Was passiert, wenn der

Ausbildungsbetrieb später keinen Vertrag

abschließt?

Das hängt von den konkreten Umständen und

vom Inhalt der vorherigen Vereinbarung ab. Bei

einem Streit kann deshalb eine rechtliche Prüfung

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Kurz-Check: Ist ein Vorvertrag sinnvoll?

Beantworten Sie vier kurze Fragen. Danach erhalten Sie eine erste Orientierung.

1. Wurde Ihnen der Ausbildungsplatz bereits zugesagt?
2. Haben Sie bereits einen Ausbildungsvertrag erhalten?
3. Ist der Ausbildungsbeginn bereits fest vereinbart?
4. Möchten Sie die Vereinbarung schriftlich festhalten?

Hinweis: Dieser Kurz-Check dient nur zur ersten Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

Vorlage für Vorvertrag Berufsausbildung

Autor: FachRedaktion AMK-Rechtsportal

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