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GbR Vertrag: Was sollte im Gesellschaftsvertrag stehen?

✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal / Aktualisiert: Oktober 2026 Eine GbR entsteht durch einen Gesellschaftsvertrag zwischen mindestens zwei Gesellschaftern. Im Vertrag legen die Gesellschafter ihre wichtigsten Regeln fest. Gewinn und Verlust sollten ausdrücklich geregelt werden. Auch Beiträge, Aufgaben und Geschäftsführung gehören in den Vertrag. GbR-Gesellschafter haften grundsätzlich persönlich für Gesellschaftsschulden. Regeln zum Ausscheiden verhindern später viele Streitigkeiten. Eine Eintragung als eGbR kann je nach Vorhaben sinnvoll oder erforderlich sein.
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GbR-Vertragscheck
Sind die wichtigsten Punkte geregelt?
Beantworten Sie 6 kurze Fragen. Der Check zeigt Ihnen, welche wichtigen Punkte Ihr GbR-Vertrag bereits enthält.
1. Sind alle Gesellschafter im Vertrag genannt?
2. Sind die Beiträge und Einlagen geregelt?
3. Ist die Gewinn- und Verlustverteilung festgelegt?
4. Ist die Geschäftsführung geregelt?
5. Ist die Vertretung der GbR geregelt?
6. Ist das Ausscheiden eines Gesellschafters geregelt?
Ihr Ergebnis
Hinweis: Der Check dient nur zur ersten Orientierung. Er ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.

⚖️ Was ist ein GbR Vertrag?

Ein GbR Vertrag regelt die Zusammenarbeit mehrerer Gesellschafter. Die Abkürzung GbR steht für Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Nach § 705 BGB entsteht die Gesellschaft durch den Gesellschaftsvertrag. Die Gesellschafter verfolgen dabei einen gemeinsamen Zweck. Das kann beispielsweise ein gemeinsamer Geschäftsbetrieb sein. Ein schriftlicher Vertrag ist besonders sinnvoll. Mündliche Absprachen führen später schnell zu Streit.

Beispiel aus der Praxis

Anna und Martin wollen gemeinsam einen Onlinehandel betreiben. Anna übernimmt den Einkauf. Martin kümmert sich um Verkauf und Kundenservice. Beide investieren jeweils 10.000 Euro. Ohne klare Vereinbarung entstehen schnell Fragen: • Wem stehen die Gewinne zu? • Wer darf Verträge unterschreiben? • Wer darf über das Geschäftskonto verfügen? • ⚠️ Wer entscheidet über größere Ausgaben? • Was passiert bei einer Kündigung? • Wie wird ein ausscheidender Gesellschafter abgefunden? Ein guter GbR Vertrag beantwortet diese Fragen möglichst früh.

Welche Punkte sollte ein GbR Vertrag enthalten?

Ein Gesellschaftsvertrag kann individuell gestaltet werden. Das Gesetz lässt den Gesellschaftern dabei erheblichen Gestaltungsspielraum.

1. Name und Zweck der GbR

Der Vertrag sollte den gemeinsamen Zweck eindeutig beschreiben. Beispiel: Die Gesellschafter betreiben gemeinsam einen Onlinehandel mit Bürobedarf. Zu ungenaue Formulierungen können später Probleme verursachen.

2. Einlagen und Beiträge

Jeder Gesellschafter sollte seine Beiträge kennen. Das können Geld, Gegenstände oder Arbeitsleistungen sein. Nach § 709 BGB können Beiträge auch in Dienstleistungen bestehen. Im Vertrag sollten deshalb stehen: • Höhe der Geldanlage • eingebrachte Gegenstände • vereinbarte Arbeitsleistungen • Zeitpunkt der Einbringung

3. Gewinn und Verlust

Eine klare Regelung verhindert spätere Diskussionen. Die Beteiligung an Gewinn und Verlust richtet sich grundsätzlich nach den vereinbarten Beteiligungsverhältnissen. Fehlt eine entsprechende Vereinbarung, gelten gesetzliche Regeln. Beispiel: Gesellschafter A erhält 60 Prozent des Gewinns. Gesellschafter B erhält 40 Prozent des Gewinns. Auch die Verlustverteilung sollte geregelt werden.

4. Geschäftsführung

Hier sollte genau stehen, wer welche Aufgaben übernimmt. Nach § 715 BGB sind grundsätzlich alle Gesellschafter zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet. Der Vertrag kann davon abweichende Regelungen enthalten. Beispielsweise: A übernimmt Einkauf und Warenbestand. B übernimmt Internetauftritt und Werbung. Rechnungen bis 1.000 Euro dürfen allein freigegeben werden. Größere Ausgaben benötigen einen Gesellschafterbeschluss.

✍️ Wer darf die GbR vertreten?

Die Geschäftsführung und die Vertretung sind nicht dasselbe. § 720 BGB regelt die Vertretung der Gesellschaft. Grundsätzlich sind alle Gesellschafter gemeinsam vertretungsbefugt. Der Gesellschaftsvertrag kann jedoch eine andere Regelung treffen. Diese Regelung gehört deshalb ausdrücklich in den Vertrag.

⚠️ Typischer Fehler

Viele Gründer schreiben lediglich: „Beide Gesellschafter führen die Geschäfte gemeinsam.“ Das kann zu unklaren Zuständigkeiten führen. Besser sind konkrete Regelungen.

Wie werden Entscheidungen getroffen?

Auch die Abstimmungen sollten geregelt werden. Nach § 714 BGB benötigen Gesellschafterbeschlüsse grundsätzlich die Zustimmung aller stimmberechtigten Gesellschafter. Der Vertrag kann bestimmte Entscheidungsregeln vorsehen. Sinnvoll sind beispielsweise Regelungen für: • größere Investitionen • Kredite • Einstellung von Mitarbeitern • neue Geschäftsfelder • wichtige Verträge • Aufnahme neuer Gesellschafter • ⚠️ Die persönliche Haftung nicht übersehen Dieser Punkt wird bei einer GbR häufig unterschätzt. Nach § 721 BGB haften die Gesellschafter persönlich für Gesellschaftsverbindlichkeiten. Sie haften gegenüber den Gläubigern als Gesamtschuldner. Eine interne Vereinbarung kann diese Haftung gegenüber Dritten grundsätzlich nicht ausschließen. Beispiel: Die GbR bestellt Waren für 20.000 Euro. Die Gesellschaft kann die Rechnung nicht bezahlen. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können Gläubiger die Gesellschafter persönlich in Anspruch nehmen.

Was passiert beim Ausscheiden eines Gesellschafters?

Dieser Punkt gehört zu den wichtigsten Vertragsregeln. § 723 BGB nennt verschiedene gesetzliche Ausscheidensgründe. Dazu gehören beispielsweise Kündigung, Tod und Insolvenz eines Gesellschafters. Der Gesellschaftsvertrag kann weitere Gründe vorsehen. Im Vertrag sollte deshalb stehen: • Welche Kündigungsfrist gilt? • Wie wird die Abfindung berechnet? • Wann wird die Abfindung ausgezahlt? • Darf ein Nachfolger eintreten? • ⚠️ Was geschieht bei schweren Pflichtverletzungen? Für ausgeschiedene Gesellschafter sieht § 728 BGB grundsätzlich einen Abfindungsanspruch vor.

Was bedeutet eGbR?

Eine GbR kann in das Gesellschaftsregister eingetragen werden. Die Eintragung erfolgt nicht automatisch. § 707 BGB regelt die Anmeldung zum Gesellschaftsregister. Nach der Eintragung führt die Gesellschaft den Zusatz „eGbR“ oder „eingetragene Gesellschaft bürgerlichen Rechts“. Ob eine Eintragung erforderlich oder praktisch sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Vorhaben ab.

⚠️ Typische Fehler beim GbR Vertrag

❌ Nur die Gewinnverteilung regeln Auch Aufgaben, Vertretung und Ausscheiden müssen bedacht werden. ❌ Keine Abfindungsregel vereinbaren Ein späterer Streit über den Wert des Gesellschaftsanteils kann teuer werden. ❌ Vertretungsmacht nicht klären Unklare Zuständigkeiten können den Geschäftsalltag erheblich erschweren. ❌ Private und geschäftliche Ausgaben vermischen Getrennte Konten und nachvollziehbare Buchungen schaffen klare Verhältnisse. ❌ Tod eines Gesellschafters ignorieren Hier sollte früh geregelt werden, ob die Gesellschaft fortgesetzt wird. ❌ Vertrag nie aktualisieren Ändern sich Gesellschafter oder Geschäftsmodell, sollte der Vertrag geprüft werden.

Praxistipps für den Alltag

• Bewahren Sie den unterschriebenen Vertrag gemeinsam auf. • Dokumentieren Sie sämtliche Einlagen. • Führen Sie geschäftliche Zahlungen nachvollziehbar. • Halten Sie wichtige Gesellschafterbeschlüsse schriftlich fest. • Prüfen Sie die Gewinnverteilung regelmäßig. • Regeln Sie den Zugriff auf Geschäftskonten. • Setzen Sie Fristen für Kündigungen eindeutig fest. • Besprechen Sie schwierige Situationen bereits bei der Gründung.

❓ Häufige Fragen zum GbR Vertrag

⚖️ Muss ein GbR Vertrag schriftlich abgeschlossen werden?

Ein GbR Vertrag kann grundsätzlich auch mündlich geschlossen werden. Ein schriftlicher Vertrag ist jedoch deutlich leichter nachweisbar.

Wie wird der Gewinn einer GbR verteilt?

Entscheidend sind zunächst die Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag. § 709 BGB enthält ergänzende gesetzliche Regeln.

Haftet ein Gesellschafter persönlich?

Ja. § 721 BGB sieht grundsätzlich eine persönliche Haftung der Gesellschafter vor.

Kann ein Gesellschafter aus der GbR ausscheiden?

Ja. § 723 BGB regelt verschiedene Ausscheidensgründe. Der Gesellschaftsvertrag kann zusätzliche Regelungen enthalten.

Muss eine GbR ins Gesellschaftsregister?

Eine Eintragung ist nicht generell für jede GbR vorgeschrieben. Bestimmte Rechtsgeschäfte können jedoch eine Eintragung praktisch erforderlich machen.

Rechtsgrundlagen

§ 705 BGB – Rechtsnatur der Gesellschaft § 709 BGB – Beiträge, Stimmkraft, Gewinn und Verlust § 715 BGB – Geschäftsführungsbefugnis § 720 BGB – Vertretung der Gesellschaft § 721 BGB – Persönliche Haftung § 723 BGB – Ausscheiden eines Gesellschafters
Im Download enthalten ✅ vollständige GbR-Vertragsvorlage ✅ Regelungen zu Gesellschaftern ✅ Vorlage für Beiträge und Einlagen ✅ Regelungen zu Gewinn und Verlust ✅ Geschäftsführung und Vertretung ✅ Ausscheiden eines Gesellschafters

Autor: FachRedaktion AMK-Rechtsportal

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Die Inhalte basieren auf sorgfältiger Recherche von Gesetzestexten und aktuel-

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GbR Vertrag: Was sollte im

Gesellschaftsvertrag stehen?

✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal / Aktualisiert: Oktober 2026 Eine GbR entsteht durch einen Gesellschaftsvertrag zwischen mindestens zwei Gesellschaftern. Im Vertrag legen die Gesellschafter ihre wichtigsten Regeln fest. Gewinn und Verlust sollten ausdrücklich geregelt werden. Auch Beiträge, Aufgaben und Geschäftsführung gehören in den Vertrag. GbR-Gesellschafter haften grundsätzlich persönlich für Gesellschaftsschulden. Regeln zum Ausscheiden verhindern später viele Streitigkeiten. Eine Eintragung als eGbR kann je nach Vorhaben sinnvoll oder erforderlich sein.

⚖️ Was ist ein GbR Vertrag?

Ein GbR Vertrag regelt die Zusammenarbeit mehrerer Gesellschafter. Die Abkürzung GbR steht für Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Nach § 705 BGB entsteht die Gesellschaft durch den Gesellschaftsvertrag. Die Gesellschafter verfolgen dabei einen gemeinsamen Zweck. Das kann beispielsweise ein gemeinsamer Geschäftsbetrieb sein. Ein schriftlicher Vertrag ist besonders sinnvoll. Mündliche Absprachen führen später schnell zu Streit.

Beispiel aus der Praxis

Anna und Martin wollen gemeinsam einen Onlinehandel betreiben. Anna übernimmt den Einkauf. Martin kümmert sich um Verkauf und Kundenservice. Beide investieren jeweils 10.000 Euro. Ohne klare Vereinbarung entstehen schnell Fragen: • Wem stehen die Gewinne zu? • Wer darf Verträge unterschreiben? • Wer darf über das Geschäftskonto verfügen? • ⚠️ Wer entscheidet über größere Ausgaben? • Was passiert bei einer Kündigung? • Wie wird ein ausscheidender Gesellschafter abgefunden? Ein guter GbR Vertrag beantwortet diese Fragen möglichst früh.

Welche Punkte sollte ein GbR Vertrag

enthalten?

Ein Gesellschaftsvertrag kann individuell gestaltet werden. Das Gesetz lässt den Gesellschaftern dabei erheblichen Gestaltungsspielraum.

1. Name und Zweck der GbR

Der Vertrag sollte den gemeinsamen Zweck eindeutig beschreiben. Beispiel: Die Gesellschafter betreiben gemeinsam einen Onlinehandel mit Bürobedarf. Zu ungenaue Formulierungen können später Probleme verursachen.

2. Einlagen und Beiträge

Jeder Gesellschafter sollte seine Beiträge kennen. Das können Geld, Gegenstände oder Arbeitsleistungen sein. Nach § 709 BGB können Beiträge auch in Dienstleistungen bestehen. Im Vertrag sollten deshalb stehen: • Höhe der Geldanlage • eingebrachte Gegenstände • vereinbarte Arbeitsleistungen • Zeitpunkt der Einbringung

3. Gewinn und Verlust

Eine klare Regelung verhindert spätere Diskussionen. Die Beteiligung an Gewinn und Verlust richtet sich grundsätzlich nach den vereinbarten Beteiligungsverhältnissen. Fehlt eine entsprechende Vereinbarung, gelten gesetzliche Regeln. Beispiel: Gesellschafter A erhält 60 Prozent des Gewinns. Gesellschafter B erhält 40 Prozent des Gewinns. Auch die Verlustverteilung sollte geregelt werden.

4. Geschäftsführung

Hier sollte genau stehen, wer welche Aufgaben übernimmt. Nach § 715 BGB sind grundsätzlich alle Gesellschafter zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet. Der Vertrag kann davon abweichende Regelungen enthalten. Beispielsweise: A übernimmt Einkauf und Warenbestand. B übernimmt Internetauftritt und Werbung. Rechnungen bis 1.000 Euro dürfen allein freigegeben werden. Größere Ausgaben benötigen einen Gesellschafterbeschluss.

✍️ Wer darf die GbR vertreten?

Die Geschäftsführung und die Vertretung sind nicht dasselbe. § 720 BGB regelt die Vertretung der Gesellschaft. Grundsätzlich sind alle Gesellschafter gemeinsam vertretungsbefugt. Der Gesellschaftsvertrag kann jedoch eine andere Regelung treffen. Diese Regelung gehört deshalb ausdrücklich in den Vertrag.

⚠️ Typischer Fehler

Viele Gründer schreiben lediglich: „Beide Gesellschafter führen die Geschäfte gemeinsam.“ Das kann zu unklaren Zuständigkeiten führen. Besser sind konkrete Regelungen.

Wie werden Entscheidungen

getroffen?

Auch die Abstimmungen sollten geregelt werden. Nach § 714 BGB benötigen Gesellschafterbeschlüsse grundsätzlich die Zustimmung aller stimmberechtigten Gesellschafter. Der Vertrag kann bestimmte Entscheidungsregeln vorsehen. Sinnvoll sind beispielsweise Regelungen für: • größere Investitionen • Kredite • Einstellung von Mitarbeitern • neue Geschäftsfelder • wichtige Verträge • Aufnahme neuer Gesellschafter • ⚠️ Die persönliche Haftung nicht übersehen Dieser Punkt wird bei einer GbR häufig unterschätzt. Nach § 721 BGB haften die Gesellschafter persönlich für Gesellschaftsverbindlichkeiten. Sie haften gegenüber den Gläubigern als Gesamtschuldner. Eine interne Vereinbarung kann diese Haftung gegenüber Dritten grundsätzlich nicht ausschließen. Beispiel: Die GbR bestellt Waren für 20.000 Euro. Die Gesellschaft kann die Rechnung nicht bezahlen. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können Gläubiger die Gesellschafter persönlich in Anspruch nehmen.

Was passiert beim Ausscheiden

eines Gesellschafters?

Dieser Punkt gehört zu den wichtigsten Vertragsregeln. § 723 BGB nennt verschiedene gesetzliche Ausscheidensgründe. Dazu gehören beispielsweise Kündigung, Tod und Insolvenz eines Gesellschafters. Der Gesellschaftsvertrag kann weitere Gründe vorsehen. Im Vertrag sollte deshalb stehen: • Welche Kündigungsfrist gilt? • Wie wird die Abfindung berechnet? • Wann wird die Abfindung ausgezahlt? • Darf ein Nachfolger eintreten? • ⚠️ Was geschieht bei schweren Pflichtverletzungen? Für ausgeschiedene Gesellschafter sieht § 728 BGB grundsätzlich einen Abfindungsanspruch vor.

Was bedeutet eGbR?

Eine GbR kann in das Gesellschaftsregister eingetragen werden. Die Eintragung erfolgt nicht automatisch. § 707 BGB regelt die Anmeldung zum Gesellschaftsregister. Nach der Eintragung führt die Gesellschaft den Zusatz „eGbR“ oder „eingetragene Gesellschaft bürgerlichen Rechts“. Ob eine Eintragung erforderlich oder praktisch sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Vorhaben ab.

⚠️ Typische Fehler beim GbR

Vertrag

❌ Nur die Gewinnverteilung regeln Auch Aufgaben, Vertretung und Ausscheiden müssen bedacht werden. ❌ Keine Abfindungsregel vereinbaren Ein späterer Streit über den Wert des Gesellschaftsanteils kann teuer werden. ❌ Vertretungsmacht nicht klären Unklare Zuständigkeiten können den Geschäftsalltag erheblich erschweren. ❌ Private und geschäftliche Ausgaben vermischen Getrennte Konten und nachvollziehbare Buchungen schaffen klare Verhältnisse. ❌ Tod eines Gesellschafters ignorieren Hier sollte früh geregelt werden, ob die Gesellschaft fortgesetzt wird. ❌ Vertrag nie aktualisieren Ändern sich Gesellschafter oder Geschäftsmodell, sollte der Vertrag geprüft werden.

Praxistipps für den Alltag

• Bewahren Sie den unterschriebenen Vertrag gemeinsam auf. • Dokumentieren Sie sämtliche Einlagen. • Führen Sie geschäftliche Zahlungen nachvollziehbar. • Halten Sie wichtige Gesellschafterbeschlüsse schriftlich fest. • Prüfen Sie die Gewinnverteilung regelmäßig. • Regeln Sie den Zugriff auf Geschäftskonten. • Setzen Sie Fristen für Kündigungen eindeutig fest. • Besprechen Sie schwierige Situationen bereits bei der Gründung.

❓ Häufige Fragen zum GbR Vertrag

⚖️ Muss ein GbR Vertrag schriftlich

abgeschlossen werden?

Ein GbR Vertrag kann grundsätzlich auch mündlich geschlossen werden. Ein schriftlicher Vertrag ist jedoch deutlich leichter nachweisbar.

Wie wird der Gewinn einer GbR verteilt?

Entscheidend sind zunächst die Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag. § 709 BGB enthält ergänzende gesetzliche Regeln.

Haftet ein Gesellschafter persönlich?

Ja. § 721 BGB sieht grundsätzlich eine persönliche Haftung der Gesellschafter vor.

Kann ein Gesellschafter aus der GbR

ausscheiden?

Ja. § 723 BGB regelt verschiedene Ausscheidensgründe. Der Gesellschaftsvertrag kann zusätzliche Regelungen enthalten.

Muss eine GbR ins

Gesellschaftsregister?

Eine Eintragung ist nicht generell für jede GbR vorgeschrieben. Bestimmte Rechtsgeschäfte können jedoch eine Eintragung praktisch erforderlich machen.

Rechtsgrundlagen

§ 705 BGB – Rechtsnatur der Gesellschaft § 709 BGB – Beiträge, Stimmkraft, Gewinn und Verlust § 715 BGB – Geschäftsführungsbefugnis § 720 BGB – Vertretung der Gesellschaft § 721 BGB – Persönliche Haftung § 723 BGB – Ausscheiden eines Gesellschafters
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GbR-Vertragscheck

Prüfen Sie mit wenigen Fragen, ob wichtige Punkte in Ihrem GbR-Vertrag geregelt sind.

1. Sind die Gesellschafter im Vertrag eindeutig genannt?
2. Ist geregelt, welchen Beitrag jeder Gesellschafter leistet?
3. Ist die Gewinn- und Verlustverteilung geregelt?
4. Ist geregelt, wer die GbR vertreten darf?
5. Gibt es Regelungen für das Ausscheiden eines Gesellschafters?
6. Ist geregelt, was bei Streit zwischen Gesellschaftern gilt?
7. Enthält der Vertrag Regelungen zur Beendigung der GbR?
Hinweis: Der Check ersetzt keine individuelle rechtliche Prüfung. Er zeigt lediglich, welche typischen Regelungspunkte geprüft wurden.
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Im Download enthalten ✅ vollständige GbR-Vertragsvorlage ✅ Regelungen zu Gesellschaftern ✅ Vorlage für Beiträge und Einlagen ✅ Regelungen zu Gewinn und Verlust ✅ Geschäftsführung und Vertretung ✅ Ausscheiden eines Gesellschafters

Autor: FachRedaktion AMK-Rechtsportal

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