Jetzt herunterladen und den Praktikumsvertrag in wenigen Minuten erstellen.Hinweis: Die Vorlage dient als praktische Arbeitshilfe und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt. Die konkrete Gestaltung sollte an die jeweilige Praktikumsart und Situation angepasst werden.
✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal / Aktualisiert: August 2026Ein Praktikumsvertrag sollte die wesentlichen Bedingungen klar festhalten.Lernziele und Ausbildungszweck gehören ausdrücklich in den Vertrag.Beginn und Dauer des Praktikums müssen festgelegt werden.⏰ Auch die regelmäßige tägliche Praktikumszeit gehört hinein.Ob Mindestlohn gezahlt werden muss, hängt von der Praktikumsart ab.Das Nachweisgesetz enthält besondere Vorgaben für Praktikanten.⚠️ Ein Pflichtpraktikum darf nicht einfach wie ein normales Arbeitsverhältnis behandelt werden.Eine fertige Vorlage spart Zeit und verhindert typische Auslassungen.
⚖️ Was muss ein Praktikumsvertrag enthalten?
Ein Praktikum sollte nicht einfach per Handschlag beginnen.Der Vertrag schafft klare Verhältnisse für beide Seiten. Das gilt besonders bei längeren Praktika.Für Praktikanten enthält § 2 Abs. 1a Nachweisgesetz besondere Vorgaben. Der Arbeitgeber muss die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederlegen. Die Niederschrift muss spätestens vor Beginn der Praktikantentätigkeit ausgehändigt werden.Vorgesehen sind insbesondere:•Namen und Anschriften der Vertragsparteien•Lern- und Ausbildungsziele des Praktikums•Beginn und Dauer•⏰ regelmäßige tägliche Praktikumszeit•Zahlung und Höhe einer Vergütung•Dauer des Urlaubs•Hinweise auf anwendbare Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen
Muss ein Praktikant Mindestlohn erhalten?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten.Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 € brutto pro Stunde.Grundsätzlich fallen Praktikanten unter das Mindestlohngesetz. § 22 MiLoG nennt jedoch wichtige Ausnahmen.
Pflichtpraktikum
Ein vorgeschriebenes Praktikum kann vom Mindestlohn ausgenommen sein.Das betrifft beispielsweise ein Praktikum, das eine Studienordnung zwingend verlangt. Gleiches kann bei schulischen oder beruflichen Ausbildungsgängen gelten.Entscheidend ist die konkrete Regelung des Ausbildungsgangs.
Praktikum zur Berufsorientierung
Auch ein freiwilliges Orientierungspraktikum kann vom Mindestlohn ausgenommen sein. Die Ausnahme gilt grundsätzlich nur bis zu einer Dauer von drei Monaten.Ein häufiger Fehler ist die falsche Vertragsbezeichnung.Nur weil ein Vertrag „Orientierungspraktikum“ heißt, entsteht nicht automatisch eine Ausnahme.
Praktikum während Ausbildung oder Studium
Auch ein freiwilliges begleitendes Praktikum kann unter bestimmten Voraussetzungen vom Mindestlohn ausgenommen sein.Dabei gelten ebenfalls gesetzliche Voraussetzungen und eine zeitliche Grenze. Außerdem spielt eine frühere Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine Rolle.Wer hier falsch einordnet, riskiert Nachforderungen.
⚠️ Typische Fehler beim Praktikumsvertrag
Fehler 1: Vergütung einfach mit „keine“ angebenDas kann problematisch sein. Zuerst muss geklärt werden, welche Praktikumsart tatsächlich vorliegt. Bei einem mindestlohnpflichtigen Praktikum darf der gesetzliche Mindestlohn nicht unterschritten werden.Fehler 2: Keine genaue Praktikumsdauer„Sommer 2026“ reicht als praktische Vertragsangabe nicht. Besser sind ein konkretes Anfangs- und Enddatum.So wissen beide Seiten, wann das Praktikum beginnt und endet.Fehler 3: Lernziele bleiben unklarEin Praktikum soll praktische Erfahrungen vermitteln. Deshalb sollte der Vertrag konkrete Lern- und Ausbildungsziele nennen. Genau diese Angaben verlangt § 2 Abs. 1a NachwG ausdrücklich.⏰ Fehler 4: Arbeitszeit wird nicht geregeltAuch bei einem Praktikum sollte die tägliche Arbeitszeit feststehen. Zusätzlich sollten Pausen und gegebenenfalls besondere Arbeitszeiten geregelt werden.Fehler 5: Nur eine alte Vorlage aus dem Internet verwendenViele kostenlose Vorlagen berücksichtigen aktuelle gesetzliche Vorgaben nicht.Besonders das Nachweisgesetz wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst. Die aktuelle Fassung enthält eigene Vorgaben für Praktikanten.
⚖️ Welche Rolle spielt § 26 BBiG?
§ 26 Berufsbildungsgesetz kann bei bestimmten Praktikumsverhältnissen relevant werden.Die Vorschrift betrifft Personen, die berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse oder Erfahrungen erwerben sollen. Dabei darf kein normales Arbeitsverhältnis oder Berufsausbildungsverhältnis vorliegen.Das zeigt: Ein Praktikum ist rechtlich nicht immer gleich einzuordnen. Die konkrete Gestaltung entscheidet.
Urlaub während des Praktikums
Auch der Urlaub gehört in einen sorgfältigen Praktikumsvertrag.Das Bundesurlaubsgesetz gewährt Arbeitnehmern grundsätzlich bezahlten Erholungsurlaub. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche.Bei einer Fünf-Tage-Woche entspricht das regelmäßig 20 Arbeitstagen.Bei kurzen Praktika muss der konkrete anteilige Anspruch berücksichtigt werden.§ 3 BUrlG
Was gilt bei der Kündigung?
Hier kommt es auf die konkrete rechtliche Einordnung des Praktikums an.Bei einem Arbeitsverhältnis gelten grundsätzlich die Kündigungsregeln des § 622 BGB. Während einer vereinbarten Probezeit von höchstens sechs Monaten beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist zwei Wochen.Eine andere Einordnung kann zu anderen Regeln führen.Deshalb sollte eine Vorlage keine pauschale Kündigungsklausel enthalten, die für jedes Praktikum passt.
Beispiel aus der Praxis
Anna studiert Betriebswirtschaft.Ihre Hochschule schreibt ein dreimonatiges Pflichtpraktikum vor. Im Vertrag stehen Beginn, Ende und Arbeitszeit.Der Arbeitgeber bezeichnet Anna trotzdem als „normale Mitarbeiterin“. Das allein entscheidet nicht über die rechtliche Einordnung. Entscheidend sind die tatsächlichen Umstände und die Vorgaben der Studienordnung.Ein anderes Beispiel:Max möchte herausfinden, ob eine Ausbildung im Bereich Medien zu ihm passt. Er absolviert freiwillig ein zweimonatiges Orientierungspraktikum.Hier kann die gesetzliche Mindestlohnausnahme greifen. Voraussetzung ist jedoch, dass die gesetzlichen Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind.
Was sollte der Vertrag zusätzlich regeln?
Eine gute Vorlage sollte möglichst viele praktische Fragen bereits beantworten.Dazu gehören beispielsweise:•Praktikumsstelle und Einsatzort•Lern- und Ausbildungsziele•Beginn und Ende•⏰ tägliche und wöchentliche Arbeitszeit•Vergütung und Auszahlung•Urlaub•Verhalten bei Krankheit•Verschwiegenheit•Umgang mit betrieblichen Geräten•Nutzung von Internet und E-Mail•Ausstellung einer Praktikumsbescheinigung•✍️ Unterschriften beider VertragsparteienNicht jede Klausel passt zu jedem Praktikum.Deshalb sollten optionale Regelungen nur verwendet werden, wenn sie tatsächlich benötigt werden.
Praxistipp: Vertrag vor dem ersten Arbeitstag fertigstellen
Der Vertrag sollte nicht erst nach dem Praktikumsbeginn entstehen.Das Gesetz verlangt für Praktikanten eine schriftliche Niederschrift spätestens vor Aufnahme der Tätigkeit. Am besten unterschreiben beide Seiten vorher.Jede Vertragspartei erhält anschließend ein vollständiges Exemplar.
Praxistipp: Studien- oder Ausbildungsordnung aufbewahren
Bei einem Pflichtpraktikum sollte der Nachweis der Verpflichtung nicht verloren gehen. Bewahren Sie deshalb die entsprechende Seite der Studien- oder Ausbildungsordnung auf.Das kann später bei Fragen zur Praktikumsart hilfreich sein.
Praxistipp: Arbeitszeiten dokumentieren
❓ Häufige Fragen zum Praktikumsvertrag
❓ Muss ein Praktikant einen schriftlichen Vertrag bekommen?
Ja, die wesentlichen Bedingungen eines Praktikums müssen schriftlich niedergelegt werden. § 2 Abs. 1a NachwG verlangt die Niederschrift spätestens vor Aufnahme der Praktikantentätigkeit.
❓ Muss ein Praktikant 2026 Mindestlohn erhalten?
Nicht immer. Der Mindestlohn beträgt seit Januar 2026 13,90 € brutto je Stunde. Bestimmte Pflicht- und Orientierungspraktika sind jedoch ausgenommen.
❓ Wie lange darf ein Orientierungspraktikum ohne Mindestlohn dauern?
Die gesetzliche Ausnahme für ein freiwilliges Orientierungspraktikum gilt grundsätzlich bis zu drei Monate. Wird diese Grenze überschritten, kann die Mindestlohnpflicht greifen.
❓ Muss die Vergütung im Vertrag stehen?
Ja. Bei einem Praktikanten verlangt § 2 Abs. 1a NachwG ausdrücklich Angaben zur Zahlung und Höhe der Vergütung.
❓ Wie viel Urlaub steht einem Praktikanten zu?
Das hängt unter anderem von Dauer und Arbeitszeit des Praktikums ab. Für Arbeitnehmer gilt grundsätzlich das Bundesurlaubsgesetz. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche.
❓ Kann ich die Vorlage für jedes Praktikum verwenden?
Die Vorlage bietet eine solide Grundlage. Trotzdem muss die konkrete Praktikumsart geprüft werden. Das gilt besonders für Mindestlohn, Kündigung und Sonderregelungen.
Jetzt herunterladen und den Praktikumsvertrag in wenigen Minuten erstellen.Hinweis: Die Vorlage dient als praktische Arbeitshilfe und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt. Die konkrete Gestaltung sollte an die jeweilige Praktikumsart und Situation angepasst werden.
Vorlage: Arbeitsvertrag für
Praktikanten
✍️ Autor: Redaktion AMK-Rechtsportal / Aktualisiert: August 2026Ein Praktikumsvertrag sollte die wesentlichen Bedingungen klar festhalten.Lernziele und Ausbildungszweck gehören ausdrücklich in den Vertrag.Beginn und Dauer des Praktikums müssen festgelegt werden.⏰ Auch die regelmäßige tägliche Praktikumszeit gehört hinein.Ob Mindestlohn gezahlt werden muss, hängt von der Praktikumsart ab.Das Nachweisgesetz enthält besondere Vorgaben für Praktikanten.⚠️ Ein Pflichtpraktikum darf nicht einfach wie ein normales Arbeitsverhältnis behandelt werden.Eine fertige Vorlage spart Zeit und verhindert typische Auslassungen.
⚖️ Was muss ein Praktikumsvertrag
enthalten?
Ein Praktikum sollte nicht einfach per Handschlag beginnen.Der Vertrag schafft klare Verhältnisse für beide Seiten. Das gilt besonders bei längeren Praktika.Für Praktikanten enthält § 2 Abs. 1a Nachweisgesetz besondere Vorgaben. Der Arbeitgeber muss die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederlegen. Die Niederschrift muss spätestens vor Beginn der Praktikantentätigkeit ausgehändigt werden.Vorgesehen sind insbesondere:•Namen und Anschriften der Vertragsparteien•Lern- und Ausbildungsziele des Praktikums•Beginn und Dauer•⏰ regelmäßige tägliche Praktikumszeit•Zahlung und Höhe einer Vergütung•Dauer des Urlaubs•Hinweise auf anwendbare Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen
Muss ein Praktikant Mindestlohn
erhalten?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten.Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 € brutto pro Stunde.Grundsätzlich fallen Praktikanten unter das Mindestlohngesetz. § 22 MiLoG nennt jedoch wichtige Ausnahmen.
Pflichtpraktikum
Ein vorgeschriebenes Praktikum kann vom Mindestlohn ausgenommen sein.Das betrifft beispielsweise ein Praktikum, das eine Studienordnung zwingend verlangt. Gleiches kann bei schulischen oder beruflichen Ausbildungsgängen gelten.Entscheidend ist die konkrete Regelung des Ausbildungsgangs.
Praktikum zur Berufsorientierung
Auch ein freiwilliges Orientierungspraktikum kann vom Mindestlohn ausgenommen sein. Die Ausnahme gilt grundsätzlich nur bis zu einer Dauer von drei Monaten.Ein häufiger Fehler ist die falsche Vertragsbezeichnung.Nur weil ein Vertrag „Orientierungspraktikum“ heißt, entsteht nicht automatisch eine Ausnahme.
Praktikum während Ausbildung oder
Studium
Auch ein freiwilliges begleitendes Praktikum kann unter bestimmten Voraussetzungen vom Mindestlohn ausgenommen sein.Dabei gelten ebenfalls gesetzliche Voraussetzungen und eine zeitliche Grenze. Außerdem spielt eine frühere Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine Rolle.Wer hier falsch einordnet, riskiert Nachforderungen.
⚠️ Typische Fehler beim
Praktikumsvertrag
Fehler 1: Vergütung einfach mit „keine“ angebenDas kann problematisch sein. Zuerst muss geklärt werden, welche Praktikumsart tatsächlich vorliegt. Bei einem mindestlohnpflichtigen Praktikum darf der gesetzliche Mindestlohn nicht unterschritten werden.Fehler 2: Keine genaue Praktikumsdauer„Sommer 2026“ reicht als praktische Vertragsangabe nicht. Besser sind ein konkretes Anfangs- und Enddatum.So wissen beide Seiten, wann das Praktikum beginnt und endet.Fehler 3: Lernziele bleiben unklarEin Praktikum soll praktische Erfahrungen vermitteln. Deshalb sollte der Vertrag konkrete Lern- und Ausbildungsziele nennen. Genau diese Angaben verlangt § 2 Abs. 1a NachwG ausdrücklich.⏰ Fehler 4: Arbeitszeit wird nicht geregeltAuch bei einem Praktikum sollte die tägliche Arbeitszeit feststehen. Zusätzlich sollten Pausen und gegebenenfalls besondere Arbeitszeiten geregelt werden.Fehler 5: Nur eine alte Vorlage aus dem Internet verwendenViele kostenlose Vorlagen berücksichtigen aktuelle gesetzliche Vorgaben nicht.Besonders das Nachweisgesetz wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst. Die aktuelle Fassung enthält eigene Vorgaben für Praktikanten.
⚖️ Welche Rolle spielt § 26 BBiG?
§ 26 Berufsbildungsgesetz kann bei bestimmten Praktikumsverhältnissen relevant werden.Die Vorschrift betrifft Personen, die berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse oder Erfahrungen erwerben sollen. Dabei darf kein normales Arbeitsverhältnis oder Berufsausbildungsverhältnis vorliegen.Das zeigt: Ein Praktikum ist rechtlich nicht immer gleich einzuordnen. Die konkrete Gestaltung entscheidet.
Urlaub während des Praktikums
Auch der Urlaub gehört in einen sorgfältigen Praktikumsvertrag.Das Bundesurlaubsgesetz gewährt Arbeitnehmern grundsätzlich bezahlten Erholungsurlaub. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche.Bei einer Fünf-Tage-Woche entspricht das regelmäßig 20 Arbeitstagen.Bei kurzen Praktika muss der konkrete anteilige Anspruch berücksichtigt werden.§ 3 BUrlG
Was gilt bei der Kündigung?
Hier kommt es auf die konkrete rechtliche Einordnung des Praktikums an.Bei einem Arbeitsverhältnis gelten grundsätzlich die Kündigungsregeln des § 622 BGB. Während einer vereinbarten Probezeit von höchstens sechs Monaten beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist zwei Wochen.Eine andere Einordnung kann zu anderen Regeln führen.Deshalb sollte eine Vorlage keine pauschale Kündigungsklausel enthalten, die für jedes Praktikum passt.
Beispiel aus der Praxis
Anna studiert Betriebswirtschaft.Ihre Hochschule schreibt ein dreimonatiges Pflichtpraktikum vor. Im Vertrag stehen Beginn, Ende und Arbeitszeit.Der Arbeitgeber bezeichnet Anna trotzdem als „normale Mitarbeiterin“. Das allein entscheidet nicht über die rechtliche Einordnung. Entscheidend sind die tatsächlichen Umstände und die Vorgaben der Studienordnung.Ein anderes Beispiel:Max möchte herausfinden, ob eine Ausbildung im Bereich Medien zu ihm passt. Er absolviert freiwillig ein zweimonatiges Orientierungspraktikum.Hier kann die gesetzliche Mindestlohnausnahme greifen. Voraussetzung ist jedoch, dass die gesetzlichen Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind.
Was sollte der Vertrag zusätzlich
regeln?
Eine gute Vorlage sollte möglichst viele praktische Fragen bereits beantworten.Dazu gehören beispielsweise:•Praktikumsstelle und Einsatzort•Lern- und Ausbildungsziele•Beginn und Ende•⏰ tägliche und wöchentliche Arbeitszeit•Vergütung und Auszahlung•Urlaub•Verhalten bei Krankheit•Verschwiegenheit•Umgang mit betrieblichen Geräten•Nutzung von Internet und E-Mail•Ausstellung einer Praktikumsbescheinigung•✍️ Unterschriften beider VertragsparteienNicht jede Klausel passt zu jedem Praktikum.Deshalb sollten optionale Regelungen nur verwendet werden, wenn sie tatsächlich benötigt werden.
Praxistipp: Vertrag vor dem ersten
Arbeitstag fertigstellen
Der Vertrag sollte nicht erst nach dem Praktikumsbeginn entstehen.Das Gesetz verlangt für Praktikanten eine schriftliche Niederschrift spätestens vor Aufnahme der Tätigkeit. Am besten unterschreiben beide Seiten vorher.Jede Vertragspartei erhält anschließend ein vollständiges Exemplar.
Praxistipp: Studien- oder
Ausbildungsordnung aufbewahren
Bei einem Pflichtpraktikum sollte der Nachweis der Verpflichtung nicht verloren gehen. Bewahren Sie deshalb die entsprechende Seite der Studien- oder Ausbildungsordnung auf.Das kann später bei Fragen zur Praktikumsart hilfreich sein.
Praxistipp: Arbeitszeiten dokumentieren
❓ Häufige Fragen zum
Praktikumsvertrag
❓ Muss ein Praktikant einen schriftlichen
Vertrag bekommen?
Ja, die wesentlichen Bedingungen eines Praktikums müssen schriftlich niedergelegt werden. § 2 Abs. 1a NachwG verlangt die Niederschrift spätestens vor Aufnahme der Praktikantentätigkeit.
❓ Muss ein Praktikant 2026 Mindestlohn
erhalten?
Nicht immer. Der Mindestlohn beträgt seit Januar 2026 13,90 € brutto je Stunde. Bestimmte Pflicht- und Orientierungspraktika sind jedoch ausgenommen.
❓ Wie lange darf ein
Orientierungspraktikum ohne
Mindestlohn dauern?
Die gesetzliche Ausnahme für ein freiwilliges Orientierungspraktikum gilt grundsätzlich bis zu drei Monate. Wird diese Grenze überschritten, kann die Mindestlohnpflicht greifen.
❓ Muss die Vergütung im Vertrag stehen?
Ja. Bei einem Praktikanten verlangt § 2 Abs. 1a NachwG ausdrücklich Angaben zur Zahlung und Höhe der Vergütung.
❓ Wie viel Urlaub steht einem
Praktikanten zu?
Das hängt unter anderem von Dauer und Arbeitszeit des Praktikums ab. Für Arbeitnehmer gilt grundsätzlich das Bundesurlaubsgesetz. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche.
❓ Kann ich die Vorlage für jedes
Praktikum verwenden?
Die Vorlage bietet eine solide Grundlage. Trotzdem muss die konkrete Praktikumsart geprüft werden. Das gilt besonders für Mindestlohn, Kündigung und Sonderregelungen.