Kündigung wegen Eigenbedarf- Musterschreiben

Mit diesem Schreiben“ Kündigung wegen Eigenbedarf” können Sie dem Mieter den Mietvertrag kündigen. Sie müssen in der Kündigung aber darlegen, warum und für wen Sie die Wohnung benötigen. Das Formular erhalten Sie im Word und im PDF Format. Die Vorlagen sind mit - mit PC und Smartphone - (zum Ausfüllen, Speichern, Drucken, Versenden)
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Kündigung wegen Eigenbedarf, Musterschreiben
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Kündigung wegen Eigenbedarf – Voraussetzungen,

Rechte & typische Fehler

Die Kündigung wegen Eigenbedarf gehört zu den häufigsten Gründen für die Beendigung eines Mietverhältnisses. Für Mieter ist sie oft belastend – rechtlich ist sie jedoch nur unter engen gesetzlichen Voraussetzungen zulässig. In der Praxis sind viele Eigenbedarfskündigungen fehlerhaft oder unwirksam. Dieser Beitrag zeigt, wann Eigenbedarf vorliegt, welche Form- und Fristvorgaben gelten und wie Mieter sich wehren können.

Was bedeutet Eigenbedarf rechtlich?

Eigenbedarf liegt vor, wenn der Vermieter die vermietete Wohnung für sich selbst oder für nahe Angehörige benötigt. Maßgeblich ist § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB. Entscheidend ist ein konkreter, nachvollziehbarer und ernsthafter Nutzungswunsch. Als begünstigte Personen kommen insbesondere in Betracht: der Vermieter selbst Ehe- oder Lebenspartner Kinder, Eltern, Enkel, Geschwister Pflege- oder Haushaltspersonal Kein Eigenbedarf liegt vor bei: bloßem Wunsch nach höherer Miete Verkaufsabsichten allgemeiner Vorratskündigung nur vorübergehendem Nutzungswunsch

Voraussetzungen für eine wirksame

Eigenbedarfskündigung

1. Konkrete und nachvollziehbare Begründung

Die Kündigung muss eindeutig erkennen lassen: wer die Wohnung nutzen soll in welchem Verhältnis diese Person zum Vermieter steht warum genau diese Wohnung benötigt wird ab wann der Eigenbedarf bestehen soll Pauschale Aussagen genügen nicht. Fehlt eine nachvollziehbare Begründung, ist die Kündigung unwirksam.

2. Richtige Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist richtet sich nach der Dauer des Mietverhältnisses: bis 5 Jahre Mietdauer → 3 Monate 5 bis 8 Jahre Mietdauer → 6 Monate über 8 Jahre Mietdauer → 9 Monate Eine falsch berechnete Frist macht die Eigenbedarfskündigung rechtlich angreifbar.

3. Glaubwürdigkeit des Eigenbedarfs

Eigenbedarf ist zweifelhaft, wenn: im selben Objekt vergleichbarer Wohnraum frei steht der Bedarf kurz nach Kündigung entfällt die Wohnung nach Auszug weitervermietet wird In solchen Fällen prüfen Gerichte besonders streng.

Widerspruch gegen die Eigenbedarfskündigung

Auch bei formell wirksamer Kündigung können Mieter Widerspruch wegen Härtefalls einlegen (§ 574 BGB). Typische Härtegründe sind: hohes Alter schwere Erkrankung Schwangerschaft sehr lange Mietdauer fehlender Ersatzwohnraum Der Widerspruch muss spätestens zwei Monate vor Mietende schriftlich erfolgen.

Praxisbeispiel

Ein Vermieter kündigt wegen Eigenbedarfs für seine Tochter. In der Kündigung wird weder der Name genannt noch erklärt, warum genau diese Wohnung benötigt wird. Gleichzeitig steht eine vergleichbare Wohnung im Haus leer. Ergebnis: Der Eigenbedarf ist unzureichend begründet und rechtlich angreifbar. Vorgeschobener Eigenbedarf – erhebliche Risiken Stellt sich nach dem Auszug heraus, dass der Eigenbedarf nur vorgeschoben war, kann der ehemalige Mieter Schadensersatz verlangen, unter anderem: Umzugs- und Maklerkosten höhere Miete der neuen Wohnung weitere Folgeschäden Eigenbedarf ist keine freie Kündigungsmöglichkeit, sondern eine gesetzliche Ausnahme. Fazit Eigenbedarf setzt konkrete Gründe voraus Begründung, Frist und Glaubwürdigkeit sind entscheidend Mieter können widersprechen Viele Kündigungen sind fehlerhaft Eine Eigenbedarfskündigung sollte immer sorgfältig geprüft werden.

Häufige Fragen zur Kündigung wegen Eigenbedarf (FAQ)

Wann ist eine Eigenbedarfskündigung unwirksam?

Wenn die Begründung unklar ist, die Kündigungsfrist nicht eingehalten wird oder der Eigenbedarf nicht ernsthaft besteht. Muss der Vermieter Alternativwohnungen anbieten? Ja, sofern im selben Haus oder Eigentum vergleichbarer Wohnraum frei ist.

Kann man trotz Eigenbedarf in der Wohnung bleiben?

Ja, bei erfolgreichem Härtefallwiderspruch kann das Mietverhältnis fortgesetzt werden.

Was passiert bei falschem Eigenbedarf?

Der Vermieter kann zu Schadensersatz verpflichtet sein.

Wie lange muss der Eigenbedarf bestehen?

Der Nutzungswille muss ernsthaft und auf Dauer angelegt sein, nicht nur kurzfristig.

Hinweis:

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit übernommen werden. Für eine verbindliche Bewertung empfehlen wir die Beratung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Letzte Aktualisierung: Februar 2026
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Kündigung wegen Eigenbedarf-

Musterschreiben

Kündigung wegen Eigenbedarf –

Voraussetzungen, Rechte & typische

Fehler

Die Kündigung wegen Eigenbedarf gehört zu den häufigsten Gründen für die Beendigung eines Mietverhältnisses. Für Mieter ist sie oft belastend – rechtlich ist sie jedoch nur unter engen gesetzlichen Voraussetzungen zulässig. In der Praxis sind viele Eigenbedarfskündigungen fehlerhaft oder unwirksam. Dieser Beitrag zeigt, wann Eigenbedarf vorliegt, welche Form- und Fristvorgaben gelten und wie Mieter sich wehren können.

Voraussetzungen für eine

wirksame Eigenbedarfskündigung

1. Konkrete und nachvollziehbare

Begründung

Die Kündigung muss eindeutig erkennen lassen: wer die Wohnung nutzen soll in welchem Verhältnis diese Person zum Vermieter steht warum genau diese Wohnung benötigt wird ab wann der Eigenbedarf bestehen soll Pauschale Aussagen genügen nicht. Fehlt eine nachvollziehbare Begründung, ist die Kündigung unwirksam.

2. Richtige Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist richtet sich nach der Dauer des Mietverhältnisses: bis 5 Jahre Mietdauer → 3 Monate 5 bis 8 Jahre Mietdauer → 6 Monate über 8 Jahre Mietdauer → 9 Monate Eine falsch berechnete Frist macht die Eigenbedarfskündigung rechtlich angreifbar.

3. Glaubwürdigkeit des Eigenbedarfs

Eigenbedarf ist zweifelhaft, wenn: im selben Objekt vergleichbarer Wohnraum frei steht der Bedarf kurz nach Kündigung entfällt die Wohnung nach Auszug weitervermietet wird In solchen Fällen prüfen Gerichte besonders streng.

Widerspruch gegen die

Eigenbedarfskündigung

Auch bei formell wirksamer Kündigung können Mieter Widerspruch wegen Härtefalls einlegen (§ 574 BGB). Typische Härtegründe sind: hohes Alter schwere Erkrankung Schwangerschaft sehr lange Mietdauer fehlender Ersatzwohnraum Der Widerspruch muss spätestens zwei Monate vor Mietende schriftlich erfolgen.

Was bedeutet Eigenbedarf

rechtlich?

Eigenbedarf liegt vor, wenn der Vermieter die vermietete Wohnung für sich selbst oder für nahe Angehörige benötigt. Maßgeblich ist § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB. Entscheidend ist ein konkreter, nachvollziehbarer und ernsthafter Nutzungswunsch. Als begünstigte Personen kommen insbesondere in Betracht: der Vermieter selbst Ehe- oder Lebenspartner Kinder, Eltern, Enkel, Geschwister Pflege- oder Haushaltspersonal Kein Eigenbedarf liegt vor bei: bloßem Wunsch nach höherer Miete Verkaufsabsichten allgemeiner Vorratskündigung nur vorübergehendem Nutzungswunsch

Praxisbeispiel

Ein Vermieter kündigt wegen Eigenbedarfs für seine Tochter. In der Kündigung wird weder der Name genannt noch erklärt, warum genau diese Wohnung benötigt wird. Gleichzeitig steht eine vergleichbare Wohnung im Haus leer. Ergebnis: Der Eigenbedarf ist unzureichend begründet und rechtlich angreifbar. Vorgeschobener Eigenbedarf – erhebliche Risiken Stellt sich nach dem Auszug heraus, dass der Eigenbedarf nur vorgeschoben war, kann der ehemalige Mieter Schadensersatz verlangen, unter anderem: Umzugs- und Maklerkosten höhere Miete der neuen Wohnung weitere Folgeschäden Eigenbedarf ist keine freie Kündigungsmöglichkeit, sondern eine gesetzliche Ausnahme. Fazit Eigenbedarf setzt konkrete Gründe voraus Begründung, Frist und Glaubwürdigkeit sind entscheidend Mieter können widersprechen Viele Kündigungen sind fehlerhaft Eine Eigenbedarfskündigung sollte immer sorgfältig geprüft werden.

Häufige Fragen zur Kündigung

wegen Eigenbedarf (FAQ)

Wann ist eine Eigenbedarfskündigung

unwirksam?

Wenn die Begründung unklar ist, die Kündigungsfrist nicht eingehalten wird oder der Eigenbedarf nicht ernsthaft besteht. Muss der Vermieter Alternativwohnungen anbieten? Ja, sofern im selben Haus oder Eigentum vergleichbarer Wohnraum frei ist.

Kann man trotz Eigenbedarf in der

Wohnung bleiben?

Ja, bei erfolgreichem Härtefallwiderspruch kann das Mietverhältnis fortgesetzt werden.

Was passiert bei falschem Eigenbedarf?

Der Vermieter kann zu Schadensersatz verpflichtet sein.

Wie lange muss der Eigenbedarf

bestehen?

Der Nutzungswille muss ernsthaft und auf Dauer angelegt sein, nicht nur kurzfristig.

Hinweis:

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit übernommen werden. Für eine verbindliche Bewertung empfehlen wir die Beratung durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Letzte Aktualisierung: Februar 2026