Mit diesem Schreiben bitten Sie Ihren Vermieter
um Erlaubnis zur Hundehaltung.
Das ist auch möglich, wenn im Mietvertrag von
vornherein die Hundehaltung verboten ist.
Haben Sie schon einen Hund, sollten Sie die
Erlaubnis auch nachträglich einholen.
Sie erhalten das Musterschreiben im Word und im
PDF Format.
Die Vorlagen sind mit
- mit PC und Smartphone -
(zum Ausfüllen, Speichern, Drucken, Versenden)
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RECHT - GESETZE - SOZIALES
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Erlaubnis zur Tierhaltung
in der Mietwohnung
Die Tierhaltung in einer Mietwohnung ist einer der
häufigsten Streitpunkte zwischen Mietern und
Vermietern. Während Mieter oft von einem
grundsätzlichen Recht ausgehen, fürchten
Vermieter Lärm, Schäden oder Konflikte im Haus.
Entscheidend ist jedoch: Ein pauschales Verbot
ist rechtlich nicht zulässig – maßgeblich ist
immer eine Einzelfallbetrachtung.
Brauche ich eine Erlaubnis zur
Tierhaltung?
Ob du eine Zustimmung einholen musst, hängt von
Tierart, Mietvertrag und konkreter Wohnsituation
ab.
Kleintiere
Kleintiere gelten als Teil des normalen
Wohngebrauchs. Dazu zählen unter anderem:
Hamster
•
Meerschweinchen
•
Kaninchen
•
Zierfische
•
Wellensittiche
Keine Zustimmung erforderlich, solange die
Tiere in üblicher Anzahl gehalten werden und keine
Störungen verursachen.
Hunde und Katzen
Für Hunde und Katzen gilt:
•
Ist im Mietvertrag eine Zustimmungspflicht
geregelt, muss der Vermieter vorab informiert
werden.
•
Ein generelles Verbot ohne Einzelfallprüfung
ist unwirksam.
•
Die Entscheidung des Vermieters muss
sachlich begründet sein.
Praxisbeispiel: So läuft es in der
Realität ab
Ausgangssituation:
Ein Mieter möchte eine Wohnungskatze
aufnehmen. Der Mietvertrag verlangt die
Zustimmung des Vermieters.
Vorgehen:
Der Mieter beantragt die Erlaubnis schriftlich und
erklärt:
•
reine Wohnungshaltung
•
keine Störung des Hausfriedens
•
Haftung für mögliche Schäden
•
bestehende Tierhalter-Haftpflichtversicherung
•
Ergebnis:
Da keine sachlichen Ablehnungsgründe vorliegen,
muss der Vermieter zustimmen.
Wann darf der Vermieter die
Tierhaltung ablehnen?
Der Vermieter darf die Zustimmung nicht
willkürlich verweigern. Eine Ablehnung ist nur
zulässig, wenn konkrete und nachvollziehbare
Gründe vorliegen, z. B.:
•
zu erwartende erhebliche Lärmbelästigung
•
nachgewiesene Allergien anderer Bewohner
•
bereits bestehende Probleme mit Tierhaltung im
Haus
•
objektiv ungeeignete Wohnungsgröße
Liegen diese Gründe nicht vor, überwiegt
regelmäßig das Interesse des Mieters.
Bedeutung des Mietvertrags
Viele Mietverträge enthalten Klauseln zur
Tierhaltung. Wichtig zu wissen:
•
„Jegliche Tierhaltung ist verboten“ →
rechtlich unwirksam
•
„Tierhaltung bedarf der Zustimmung des
Vermieters“ →
zulässig
•
Einzelfallprüfung ist zwingend erforderlich
Ein gut formuliertes Anfrage-Schreiben sorgt dafür,
dass der Vermieter diese Prüfung korrekt
vornimmt.
Häufige Fragen zur Tierhaltung im
Mietrecht
Muss die Genehmigung schriftlich erfolgen?
Ja, eine schriftliche Zustimmung schützt beide
Seiten vor späteren Streitigkeiten.
Darf der Vermieter die Erlaubnis später
widerrufen?
Nur bei konkreten Problemen, z. B. wiederholter
Störung des Hausfriedens.
Was passiert bei Tierhaltung ohne Erlaubnis?
Es drohen Abmahnung und im Extremfall eine
Kündigung des Mietverhältnisses.
Hinweis:
Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen
stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar.
Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr
für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit
übernommen werden. Für eine verbindliche
Bewertung empfehlen wir die Beratung durch eine
Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Letzte Aktualisierung: Januar 2026